Unbekannte schießen zwei Türsteher am „Havanna“ nieder

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Nach den Schüssen auf zwei Türsteher vor dem „Havanna“ in Berlin-Schöneberg am frühen Sonntagmorgen rätseln die Ermittler über die Hintergründe. Es war reines Glück, dass die rücksichtslosen Täter niemanden töteten.

Havanna Schöneberg Türsteher
Polizisten am frühen Sonntagmorgen vor dem Tor zum „Havanna“ in Schöneberg (Screenshot: Facebook)

Am Sonntagmorgen um 3:50 Uhr hielt ein schwarzer Geländewagen in der Hauptstraße in Berlin-Schöneberg gegenüber vom „Havanna“. Die Scheiben auf der Fahrerseite wurden herunter gelassen. Dann feuerten die unbekannten Täter aus dem Wagen mindestens fünfmal quer über die befahrene Hauptstraße.

Der Anschlag auf den Club dauerte knapp eine Minute, berichtet die B.Z. Danach flohen die Täter mit ihrem Auto. Die beiden Security-Männer, die vor dem Gittertor des zum Club führenden Hofes gestanden hatten, wurden getroffen und brachen zusammen. Einer von ihnen wurde schwer verletzt.

Die 26 und 36 Jahre alten Männer wurden mit Schusswunden und Streifschüssen an den Beinen in zwei Berliner Krankenhäuser eingeliefert. Am Sonntagnachmittag konnte einer der beiden Türsteher nach einer ambulanten Operation wieder nach Hause entlassen werden.

Die Kugeln hatten auch den Wagen eines unbeteiligten Autofahrers durchschlagen, der den Schützen arglos in die Schusslinie fuhr. Der Mann blieb unverletzt, musste aber mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Kugel hatte ihn knapp verfehlt und war in die Karosserie eingeschlagen.

Ein Projektil schlug in eine Wand am eigentlichen Eingang des „Havanna“, das sich etwa 70 Meter entfernt von den Tätern im Hinterhof befindet. Zu dieser Zeit standen keine Besucher am Eingang. Sonst hätte es womöglich Tote gegeben. Fünf leere Geschosshülsen sammeln Ermittler vom Asphalt und vom Grünstreifen in der Straßenmitte.

Die Polizei sperrte den Tatort an der Hauptstraße für mehrere Stunden in beide Richtungen ab. Die Bus-Linien wurden umgeleitet. Die 6. Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Laut Polizei gibt es bisher keine Anhaltspunkte weder für einen Bezug ins Rocker-Milieu noch für eine Vergeltungstat durch abgewiesene Club-Besucher.

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