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Verfassungsschutz: Islamisten werben Flüchtlinge für den Terror an

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Islamisten werben Flüchtlinge für den Terror an
Nach Einschätzung des Bundesverfassungsschutzes werben Islamisten in Deutschland gezielt Flüchtlinge für den Terror an. (Foto: Istvan Csak / Shutterstock.com)
Islamisten werben Flüchtlinge für den Terror an
Nach Einschätzung des Bundesverfassungsschutzes werben Islamisten in Deutschland gezielt Flüchtlinge für den Terror an. (Foto: Istvan Csak / Shutterstock.com)

Islamisten sprechen gezielt Flüchtlinge an, um sie für ihre terroristischen Zwecke anzuwerben, sagt der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen. Denn viele Flüchtlinge kämen ohne Familien nach Deutschland und suchten daher hierzulande Anschluss.

Islamisten werben Flüchtlinge

„Salafisten und andere Islamisten versuchen, Flüchtlinge für sich zu gewinnen“, sagte Hans-Georg Maaßen der Welt am Sonntag. Das Bundesamt für Verfassungsschutz habe bereits rund 300 Ansprechversuche gezählt. Das seien aber nur die gemeldeten Vorfälle. „Wir gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl viel höher liegt“, sagt der Verfassungsschützer.

Hans-Georg Maaßen sieht darin „ein immenses Radikalisierungspotenzial“. Sorgen machen dem obersten Verfassungsschützer vor allem die vielen sogenannten „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge“. Diese Gruppe werde von den Islamisten gezielt angeworben.

Die arabischsprachigen Moscheen sind laut Hans-Georg Maaßen zum Teil nicht moderat. „Viele Häuser sind fundamentalistisch geprägt oder aufgrund ihrer salafistischen Ausrichtung gar Beobachtungsobjekt der Verfassungsschutzbehörden.“ Der Bau von Moscheen werde teils durch saudische Privatspenden gefördert.

Islamischer Staat nutzt die Flüchtlingsströme

Hans-Georg Maaßen sagt, dass die Terrormiliz Islamischer Staat die Flüchtlingsströme nutzt, um Kämpfer nach Europa zu schleusen. „Der IS will auch Anschläge gegen Deutschland und deutsche Interessen durchführen.“ Anhänger sollten dazu animiert werden, von sich aus auch hierzulande Terroranschläge durchzuführen.

„Das islamistisch-terroristische Potenzial liegt bei etwa 1100 Personen“, sagte Hans-Georg Maaßen. Hinzu kämen 8650 Salafisten. „Die Zahl steigt praktisch täglich.“

In Deutschland leben zehntausende Zuwanderer, „von denen wir nicht wissen, wer sie sind, wo sie genau herkommen und wo sie sich aufhalten“, sagt André Schulz, Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK). Das sei „für einen Rechtsstaat nicht hinnehmbar“.

Der Bundeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt sagt: „Die Annahmen mancher Politiker, es sei nicht zu befürchten, dass sich IS-Kämpfer unter Flüchtlinge mischen, ist blauäugig und naiv.“

Derweil sind dutzende gefährliche Islamisten in Deutschland untergetaucht, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der Welt am Sonntag vorliegt. Danach werden 76 gewaltbereite Islamisten per Haftbefehl gesucht.

Kriminelle arabische Großfamilien

Doch nicht nur Islamisten, sondern auch kriminelle arabische Großfamilien in Deutschland versuchen, Flüchtlinge zu rekrutieren. „Vor allem junge und körperlich starke Männer sind im Visier der Clans“, so ein Berliner Ermittler. Diese würden dann für die Drecksarbeit eingesetzt.

„Die Flüchtlinge kommen hierher und haben kein Geld. Und ihnen wird gezeigt, wie man ungelernt sehr schnell an Geld kommen kann“, sagte der Berliner Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra der Welt am Sonntag.

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Thomas Breithaupt

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