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Reportage

Linksextreme verüben Anschlag auf Familienzentrum

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Linksextreme haben einen Anschlag auf ein Familienzentrum in Kreuzberg verübt.
Linksextreme haben einen Anschlag auf ein Familienzentrum in Kreuzberg verübt. (Symbolbild)

Unbekannte mit Pflastersteinen haben bei einem Multikulti-Familienzentrum in Berlin-Kreuzberg insgesamt 18 Fensterscheiben eingeschlagen. Auf einer linksextremistischen Internetseite ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht.

Linksextreme haben einen Anschlag auf ein Familienzentrum in Kreuzberg verübt.
Linksextreme haben einen Anschlag auf ein Familienzentrum in Kreuzberg verübt. (Symbolbild)

In der Nacht zum Montag haben Unbekannte ein multikulturelles Familienzentrum in Berlin-Kreuzberg attackiert. Die Täter zerstörten 18 Fensterscheiben mit Pflastersteinen. Das Motiv für den Angriff besteht darin, dass der Familientreff für eine Präventionsveranstaltung am letzten Donnerstag Polizeibeamte ins Haus gelassen hatte.

Am Montagmorgen stellte eine Angestellte des Familientreffs in der Adalbertstraße 23B den Schaden fest, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Im Gebäude lagen demnach zahlreiche Pflastersteine. Die Ermittlungen hat der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Polizei übernommen.

Linksextreme erklären ihren Anschlag auf das Familienzentrum in Kreuzberg

Derzeit wertet der Staatsschutz das Bekennerschreiben aus, sagte ein Polizeisprecher. In dem Schreiben mit der Überschrift „Soli für Nero: Präventionsveranstalter eingeworfen“, das auf der einschlägigen linksextremistischen Internetseite de.indymedia.org veröffentlicht wurde, heißt es:

Angst, zentraler Pfeiler der herrschenden Gesellschaftsordnung, wird täglich von denen gesät, die ihre vermeintliche Sicherheit verkaufen wollen. Mit suggestiven Aushängen hat sich die Polizei an die Bewohner*innen der Straßen um den Mariannenplatz gewendet: Sie würden sicherlich die steigende Unsicherheit spüren und sollten doch deshalb zu einer Präventionsveranstaltung am 26. Oktober kommen. Diese fand im Familientreff des Jugendamtsgebäudes in der Adalbertstr. 23B mit Beamten des Abschnitts 53 statt.

Ziel solcher Veranstaltungen ist es, die Menschen für abweichendes Verhalten zu sensibilisieren – der Notruf als Rettung vor der eigenen Bedeutungslosigkeit. Warum sich Sicherheit ausgerechnet von einer Behörde versprochen wird, die Menschen wie Oury Jalloh in ihrem Gewahrsam verbrennt, lässt sich nur mit den seelischen Verwüstungen in den leeren Körpern der obrigkeitsgläubigen Bürger erklären. Zum Beispiel bei den Leuten vom Quartiersmanagement in der Naunynstraße, die diese Präventionsveranstaltung beworben haben und vergleichbares auch regelmäßig mit der degewo veranstalten.

Angst soll auch erzeugt werden und gleichzeitig Sicherheit vorgaukeln, indem Hubschrauber der Polizei im Tiefflug und mit Suchscheinwerfern über dem Friedrichshainer Nordkiez kreisen. Hier herrscht Ausnahmezustand will der Staat signalisieren, hier muss sich an die Grenze der militärischen Intervention rangetastet werden um den zugezogenen Reichen das Ausleben von Machtgefühlen und Volksgemeinschaft zu ermöglichen. Die Chaot*innen der Rigaer sind hartnäckiger als die Obdachlosen im Tiergarten, auf die sich grade eingeschossenen wird – als leichter Feind, deren feuchte Matratzen sich beiläufig wegwerfen lassen.

In der Rigaer muss der Staat mit aufgesetztem Helm stehen und wer den Hubschrauber belästigt landet im Knast. So wie Nero, der zu 18 Monaten wegen Angriffs mit Laserpointer verurteilt wurde.

Um unsere Solidarität mit Nero zu demonstrieren und der stumpfen Ideologie der Angst etwas entgegen zu setzen, haben wir am 30. Oktober die Scheiben vom Familientreff in der Adalbertstr. 23B eingeworfen. Unsere Steine sollen auch zukünftig und zwischen den Spektakeln wie in Hamburg, den Weg in die Büros und Stützpunkte der Angst finden; als Bumerang kommt ihre Saat zurück.

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