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Reportage

Kirchen bestreiten Untätigkeit beim Schutz von Christen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Kirchenführer Schutz von Christen
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm (l.), und Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (Screenshot: YouTube)

Die deutschen Kirchenführer sind empört über den Vorwurf, dass sie „keinen Finger“ zum Schutz christlicher Flüchtlinge rühren würden. Ihrer Ansicht nach sind Übergriffe durch muslimische Flüchtlinge und Wachleute Einzelfälle.

Kirchenführer Schutz von Christen
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm (l.), und Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (Screenshot: YouTube)

Trotz wiederholter Übergriffe auf christliche Flüchtlinge bleibe der Aufschrei der Kirchen aus, sagte AfD-Vorstandsmitglied Paul Hampel am Dienstag in Berlin. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, rührten „keinen Finger“.

Es sei absurd, dass der EKD-Chef sich „augenscheinlich mehr für Muslime einsetzt, aber zur Gewalt gegen Christen schweigt“, zitiert die Welt den AfD-Politiker. Hintergrund der Äußerungen ist eine Umfrage unter christlichen Flüchtlingen in deutschen Unterkünften, die am Montag von Open Doors Deutschland vorgestellt wurde.

Darin dokumentiert das Hilfswerk 743 Fälle, in denen christliche Flüchtlinge in deutschen Asylheimen meist von Muslimen angegriffen, mit dem Tod bedroht oder sexuell missbraucht wurden. Die Täter waren in 674 Fällen muslimische Flüchtlinge und in 205 Fällen das muslimische Wachpersonal.

Kirchenführer sprechen von Einzelfällen

Nach der ersten Open-Doors-Studie vom Mai hatten die beiden großen Kirchen im Juli eine eigene Befragung in Flüchtlingsheimen gestartet. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass es sich bei den Übergriffen von Muslimen auf christliche Flüchtlinge lediglich um Einzelfälle handle. Daher wirft ihnen AfD-Vorstandsmitglied Paul Hampel vor:

„Wenn für Bedford-Strohm und Marx das Bekenntnis zur christlich-abendländischen Kultur auch nur ansatzweise eine Bedeutung hat, dann müssten sie nach dieser neuen Umfrage die Kirchenglocken in Deutschland Alarm läuten lassen.“

Der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, weist den Vorwurf des AfD-Manns zurück. „Gerade Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm haben sich oft zur Frage christlicher Flüchtlinge geäußert“, zitiert ihn die Welt. Die Pfarreien und Verbände setzten sich großartig und vielfältig für Flüchtlinge ein.

Die von Open Doors und den meisten christlichen Opfern muslimischer Gewalt geforderte getrennte Unterbringung der Flüchtlinge nach Religionszugehörigkeit lehnen die Kirchen jedoch ab. Dies dürfe man nur dann in Erwägung ziehen, wenn der Schutz der christlichen Flüchtlinge anders nicht gewährleistet werden kann.

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Thomas Breithaupt

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