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Reportage

Gauck in Sebnitz: „Hau ab, Volksverräter!“

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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gauck sebnitz
gauck sebnitz

Demonstranten im sächsischen Sebnitz riefen Bundespräsident Joachim Gauck „Hau ab“ und „Volkverräter“ entgegen. Laut Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat dies „mit Meinungsfreiheit nichts zu tun“.

Am Sonntag besuchte Bundespräsident Joachim Gauck (76) den Deutschen Wandertag im sächsischen Sebnitz. Auf dem Marktplatz wurde er begrüßt mit Rufen wie „Hau ab“, „Volkverräter“ und „Wir wollen keine Stasischweine“.

Nach Angaben der Polizei hatten sich etwa 30 Demonstranten auf dem Marktplatz in Sebnitz eingefunden. Als der Bundespräsident auf dem Weg ins Rathaus war, wo er sich anlässlich des 116. Deutschen Wandertags in das Goldene Buch der Stadt eintragen wollte, empfingen ihn die Menschen mit Buh-Rufen.

Sebnitz: „Hau ab, Volksverräter!“

Zudem riefen die Demonstranten „Hau ab“ und „Volkverräter“. Das bestätigte auch eine Sprecherin des Bundespräsidenten. Im Vorfeld war bei Facebook zu den Protesten gegen das Staatsoberhaupt aufgerufen worden.

Die Proteste verliefen friedlich. Nur eine Person wurde von der Polizei festgenommen. Nach Polizeiangaben wurde dabei versehentlich ein Umstehender mit Reizgas verletzt. Er musst von Sanitätern behandelt werden.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (57, CDU) sagte laut Mopo24, die Proteste gegen Gauck hätten „mit Meinungsfreiheit nichts zu tun“.

Erst kürzlich hatte Joachim Gauck in einem Interview gesagt, dass das Problem in Europa nicht die Eliten seien, sondern die Bevölkerungen.

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Thomas Breithaupt

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