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Reportage

Deutscher Ex-General: Russland ermöglicht Frieden in Syrien

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Harald Kujat
Harald Kujat lobt den russischen Kampf gegen den Islamischen Staat. (Screenshot: phoenix)
Harald Kujat
Harald Kujat lobt Putins Kampf gegen den Islamischen Staat. (Screenshot: phoenix)

Harald Kujat, der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, hat Russland für dessen Eingreifen in Syrien gelobt. Ohne die russische Hilfe für Syrien hätte dort bereits der Islamische Staat die Macht übernommen.

„Die Russen haben mit ihrem militärischen Eingreifen den Friedensprozess erst ermöglicht“, sagte Harald Kujat der Passauer Neuen Presse. Bis zum Eingreifen Russlands im September 2015 habe in Syrien Stillstand geherrscht.

„Weder die Amerikaner noch die Europäer hatten eine Strategie für ein friedliches Syrien und waren auch nicht bereit, sich massiv zu engagieren. Die Russen haben es gemacht und damit ein Fenster für eine politische Lösung aufgestoßen.“

Ohne Russland hätte der IS übernommen

Die russischen Luftangriffe in Syrien richten sich gegen den Islamischen Staat (IS) und andere Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Zwar hat die syrische Armee mit russischer Hilfe entscheidende Siege errungen. Doch bei den Einsätzen der Luftwaffe sollen auch Hunderte Zivilisten ums Leben gekommen sein.

Vor dem Eingreifen Russlands habe die syrische Armee vor ihrem Ende gestanden, sagt Ex-Generalinspekteur Harald Kujat. „Ich hätte ihr nur noch wenige Wochen gegeben. Dann wäre Syrien kollabiert und der IS hätte das Land übernommen.“ Das nächste Ziel des Islamischen Staats wäre der Libanon gewesen – und das übernächste Israel.

Ex-General Harald Kujat widerspricht der Nato

Seit mehreren Wochen bombardieren russische Kampfflugzeuge die syrische Stadt Aleppo. Bei 510 Einsätzen wurden laut Angaben des Kremls 1.900 feindliche Ziele getroffen. Der US-Sonderbeauftragte für den Kampf gegen den Islamischen Staat, Brett McGurk, hat Russland vorgeworfen, dem IS in die Hände zu spielen.

Harald Kujat widerspricht solchen Darstellungen, wonach der russische Präsident Wladimir Putin mit den Bombardements in Aleppo versucht habe, die Lage in Syrien zu verschärfen. Vielmehr gehe Russland nach einem klaren strategischen Plan vor:

„Putins Ziel lautet, den Vormarsch der syrischen Truppen in Richtung IS-Gebiet zu unterstützen. Aleppo ist auf diesem Weg bisher wie ein Sperrriegel gewesen, weil die Stadt von der syrischen Opposition gehalten wurde.“

Anders als der deutsche Ex-General betrachtet die Nato Russland als einen Feind. Die Nato-Verteidigungsminister wollen zusätzliche Truppen gegen Russland nach Osteuropa schicken, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin abzuschrecken.

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