Reportage
Gegen Russland: Nato verlegt Truppen nach Osteuropa

Die Nato-Verteidigungsminister haben sich in Brüssel getroffen, um die Migration und das Vorgehen gegen Russland untereinander abzustimmen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg will zusätzliche Truppen ins östliche Bündnisgebiet schicken, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin abzuschrecken.
„Ich erwarte, dass die Verteidigungsminister beschließen, unsere Präsenz im östlichen Teil der Allianz zu verstärken“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch in Brüssel. Damit sende die Nato die klare Botschaft, dass sie auf jegliche russische Aggression gegen einen Alliierten reagieren werde, so der Norweger.
Multinationale Truppe gegen Russland
Die zusätzliche Nato-Präsenz solle über eine multinationale Truppe gestellt werden, zitiert die Welt den Nato-Generalsekretär. Die zusätzlichen Soldaten sollen in Lettland und Estland, aber auch in Polen und Litauen stationiert werden. Diese Staaten fühlen sich offenbar besonders stark bedroht von Russland, das seine Militärausgaben zuletzt deutlich gesteigert hat.
Ob sich Deutschland an der multinationalen Nato-Truppe gegen Russland beteiligen wird, ist noch offen.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte nur, dass sie die Bundeswehr im Rahmen eines Nato-Einsatzes gegen Menschenschlepper in der Ägäis einsetzen will. Die Deutsche Marine führt mit dem Einsatzgruppenversorger „Bonn“ derzeit einen Nato-Schiffsverband in der Region.


