Reportage
Russland will weitere 50 Jahre in Syrien bleiben
Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, wonach die Luftbasis Hmeymim für weitere 49 Jahre in Syrien bleibt. Von dort aus hat Russlands Luftwaffe entscheidend zur Niederlage des IS beigetragen.

Bereits im Wahlkampf hatte Donald Trump versprochen, dass die Vernichtung des Islamischen Staats sein einziges Ziel in Syrien ist. Und kürzlich hat der US-Präsident tatsächlich das geheime CIA-Programm gestoppt, das seit der Amtszeit seines Vorgängers Barack Obama „moderate“ Islamisten in Syrien mit Waffen und Training unterstützt hat.
Russlands Präsident Wladimir Putin hingegen plant offenbar vorerst keinen Rückzug aus Syrien. Am Mittwoch unterzeichnete er ein Gesetz, das ein Abkommen mit der syrischen Regierung bestätigt. Die beiden Kammern des russischen Parlaments hatten das Abkommen Anfang des Monats bereits bestätigt.
Das Abkommen regelt die Nutzung der russischen Luftbasis Hmeymim in der syrischen Latakia-Provinz durch die russische Luftwaffe. Diese fliegt von dort aus Einsätze gegen Truppen, die gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad kämpfen.
Die Einsätze von der Luftbasis Hmeymim aus sind zentral für den russischen Militäreinsatz seit September 2015 in Syrien. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, den Krieg zugunsten von Assad zu wenden. Zudem wurden wichtige Ölversorgungsrouten unterbrochen, die zum drohenden Zusammenbruch des Islamischen Staats führten.
Laut dem ursprünglich im Januar in Damaskus unterzeichneten Abkommen kann Russland seine Luftbasis für weitere 49 Jahre in Syrien belassen, wie Reuters berichtet. Zudem erhalten die Russen die Option, die Vereinbarung um weitere 25 Jahre zu verlängern.


