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Reportage

Gewalt an Berliner Schulen nimmt weiter zu

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Im ersten Halbjahr hat die Gewalt an Berliner Schulen weiter zugenommen. (Screenshot: YouTube)
Im ersten Halbjahr hat die Gewalt an Berliner Schulen weiter zugenommen. (Screenshot: YouTube)

Beleidigungen, Bedrohungen und schwere körperliche Gewalt gehören zum Schulalltag. Im ersten Halbjahr des laufenden Schuljahres wurden 2.069 Fälle von Gewalt an Berliner Schulen gemeldet. Dabei sind immer öfter auch Waffen im Spiel.

Im ersten Halbjahr hat die Gewalt an Berliner Schulen weiter zugenommen. (Screenshot: YouTube)
Im ersten Halbjahr hat die Gewalt an Berliner Schulen weiter zugenommen. (Screenshot: YouTube)

Im ersten Halbjahr des laufenden Schuljahres wurden 2.069 Gewaltvorfälle an die Verwaltung gemeldet. Dabei setzten die Schüler in zwölf Fällen auch Waffen ein. Das ist fast so häufig wie im gesamten Schuljahr davor.

Im ersten Halbjahr 2015/16 wurden außerdem 50 Fälle registriert, wo Schüler Waffen dabei hatten, darunter Messer, Knüppel, Pfefferspray. Die B.Z. listet die Gewaltvorfälle des ersten Halbjahres auf:

  • 1065 Beleidigungen, Drohungen
  • 431 schwere körperliche Gewalttaten
  • 228 Bedrohungen
  • 53 Fälle von Vandalismus
  • 45 sexuelle Übergriffe
  • 42 Suizid-Ankündigungen
  • 13 Gewaltdarstellungen auf Handys
  • 12 Fälle von Drogenkonsum
  • 6 Amokdrohungen

Schlagzeilen machte zuletzt unter anderem ein Vorfall, bei dem ein jüdischer Junge (14) seine Gemeinschaftsschule in Friedenau verlassen musste. Dort hatten ihn mehrere Schüler mit muslimischem Migrationshintergrund antisemitisch beleidigt und körperlich angegriffen.

Von den gewalttätigen Schülern im ersten Halbjahr waren 1.604 männlich und 203 weiblich. Zu den Opfern zählten neben den Mitschülern auch die Lehrer. Im ersten Halbjahr gab es 283 verbale und tätliche Übergriffe gegen Lehrer.

So beleidigte im November ein 16-Jähriger an der Ernst-Reuter-Schule in Wedding eine gehbehinderte Lehrerin und rangelte dann mit ihrem Kollegen. In Lichterfelde kündigte eine dunkelhäutige Lehrerin, nachdem man drei Hakenkreuze in ihr Klassenzimmer gesprüht hatte.

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