Reportage
Frauke Petry ist froh über Angela Merkels Kandidatur
Die AfD-Chefin Frauke Petry geht davon aus, dass ihre Partei von Angela Merkels erneuter Kanzlerkandidatur profitieren wird. Und auch in der SPD hat Petry einen Wunschkandidaten.

Wie erwartet hat CDU-Chefin Angela Merkel am Sonntagabend mitgeteilt, dass sie bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr zum vierten Mal deutsche Bundeskanzlerin werden will. Die AfD-Chefin Frauke Petry erwartet, dass ihre Partei davon im Wahlkampf profitieren wird.
„Damit stellt sich die Politikerin zur Wiederwahl, die das milliardenteure und gefährliche Einwanderungschaos verursacht hat und unter deren Führung die Energiewende an die Wand gefahren wurde“, zitiert sie die Frankfurter Allgemeine.
Frauke Petry froh über Angela Merkels Kanzlerkandidatur
Zwar empfinde sie als Bürgerin ein tiefes Unbehagen über Angela Merkels erneute Kanzlerkandidatur, so Frauke Petry. Doch als politische Gegnerin gehe sie davon aus, dass die Merkel-Kandidatur der AfD nutzen werde.
Zudem sähe ihre Partei idealerweise Martin Schulz als Kanzlerkandidaten der SPD. Denn dieser stehe „wie kein anderer Deutscher für das Scheitern der EU“, sagte Petry. Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz verkörperten als „Traumduo der großen Koalition“ den Niedergang Deutschlands.
Auch AfD-Vize Alexander Gauland bezeichnete Merkels erneute Kanzlerkandidatur als Ausdruck von „Instinktlosigkeit“. Der Bundesvorstand der AfD hatte am Freitag empfohlen, mit mehreren Spitzenkandidaten in den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 zu gehen. Das AfD-Spitzenteam soll auf einem Parteitag im April bestimmt werden.


