Reportage
Ex-Botschafter: Assad wäre dumm, Giftgas einzusetzen
Nach Ansicht des früheren britischen Botschafters in Syrien, Peter Ford, steckt nicht der syrische Präsident hinter dem Giftgasangriff vom Dienstag. Denn Assad würde sich nicht selbst so massiv schaden.

Der frühere britische Botschafter in Syrien, Peter Ford, äußert massive Zweifel an der in den westlichen Medien verbreiteten Geschichte, dass der syrische Präsident Assad hinter dem Giftgasangriff vom Dienstag steckt.
Dafür gebe es „keinen Beweis“, sagte Peter Ford gegenüber dem britischen Radiosender BBC. Für Assad würde es einfach keinen Sinn ergeben, solch einen Angriff zu starten, weil er sich damit selbst massiv schaden würde.
Erinnern Sie sich, was im Irak passiert ist. […] Ich habe Aussagen von angeblichen Zeugen gesehen, die sagen, dass sie gesehen haben, wie chemische Bomben aus dem Himmel fielen. Doch man kann chemische Waffen nicht aus dem Himmel fallen sehen. Solche Aussagen sind wertlos.
Aber denken Sie an die Folgen, weil das wahrscheinlich nicht das Ende der Geschichte ist. Es ergibt keinen Sinn, dass Assad so etwas tun würde. […] Er würde sich damit selbst massiv schaden, wie die Ergebnisse gezeigt haben. […] Assad ist nicht verrückt.
Auf die gleiche Weise wie Peter Ford hatte am Mittwoch auch schon der frühere US-Kongressabgeordnete Ron Paul argumentiert. Die Wahrscheinlichkeit sei „null“, dass Assad hinter dem Giftgas-Einsatz von Chan Schaichun steckt, der ja gerade dabei gewesen sei, den Krieg zu gewinnen.


