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Hinter dem Giftgas-Einsatz steckt nicht Assad

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Ron Paul Giftgas-Einsatz Chan Schaichun Assad
Ron Paul hält es für widersinnig, dass Assad hinter dem Giftgas-Einsatz von Chan Schaichun stecken könnte. (Screenshot: YouTube)

Laut dem früheren US-Kongressabgeordneten Ron Paul ist die Wahrscheinlichkeit „null“, dass der syrischen Präsident hinter dem Giftgas-Einsatz von Chan Schaichun steckt. Denn Assad sei gerade dabei gewesen, den Krieg zu gewinnen.

Ron Paul Giftgas-Einsatz Chan Schaichun Assad
Ron Paul hält es für widersinnig, dass Assad hinter dem Giftgas-Einsatz von Chan Schaichun stecken könnte. (Screenshot: YouTube)

Nach Ansicht des früheren US-Kongressabgeordneten Ron Paul könnte der Giftgasangriff am Dienstag in der syrischen Stadt Chan Schaichun in der nordwestlichen Provinz Idlib, bei dem auch 30 Kinder getötet wurden, eine verdeckte Operation („False Flag“) gewesen sein.

Denn vor dem Giftgasangriff standen die Chancen auf einen Frieden in Syrien im Sinne des syrischen Präsidenten Assad gut. Denn der Islamische Staat, Al-Kaida und andere Dschihadisten waren alle auf dem Rückzug.

Irgendjemandem habe dies offenbar nicht gefallen, so Ron Paul in seinem Liberty Report. Für den syrischen Präsidenten hingegen ergebe der Angriff keinen Sinn. Die Wahrscheinlichkeit ist „null“, dass Assad unter den gegeben Umständen Giftgas eingesetzt hat.

Der Vorfall werde nun von den amerikanischen Neokonservativen und dem Staat im Staate („Deep State“) ausgenutzt, um sich Unterstützung für einen Kriegseintritt zu schaffen, so der frühere Kongressabgeordnete.

Nur fünf Tage vor dem Giftgasangriff hatte US-Außenminister Rex Tillerson noch gesagt, dass die Zukunft von Präsident Assad langfristig vom syrischen Volk entschieden werde. Dies war eine Abkehr von der bisherigen US-Politik, die einen Regimewechsel in Syrien anstrebte.

Der Giftgasangriff hat diesen Prozess in Richtung Frieden nun unterbrochen. Die westlichen Medien machen einhellig Assad für den Angriff verantwortlich, und westliche Politiker denken bereits über einen Krieg gegen Syrien nach.

Schon einmal haben die westlichen Medien und Politiker versucht, einen Chemiewaffenangriff für einen Kriegseintritt gegen Syrien auszunutzen. Im August 2013 nutzte der damalige US-Präsident Barack Obama den Angriff dann sogar als Vorwand dafür, endlich den Dschihadisten im Kampf gegen Assad mit Luftschlägen zu Hilfe zu kommen.

Später stellte sich jedoch heraus, dass der Angriff gar nicht von Assad ausgegangen war, sondern von der „Freien Syrischen Armee“, die auch vom Westen unterstützt wird. Deren Kämpfer hatten die Chemiewaffen, vermutlich das Nervengas Sarin, von Saudi-Arabien erhalten und versehentlich gezündet.

Dieselben Medien, die schon damals Falschmeldungen (Fake News) verbreiteten und Assad für den Giftgasangriff verantwortlich machten, tun dies nun erneut. Indem sie Barack Obama damals den Vorwand für Luftschläge lieferten, trugen sie mit zu der humanitären Katastrophe in Teilen Syriens bei, die auch für die Flüchtlingskrise mitverantwortlich war.

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