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SPD klettert in Wahlumfrage auf 29 Prozent

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Martin Schulz Emnid-Wahlumfrage SPD 29 Prozent
Mit Martin Schulz geht es für die SPD in Wahlumfragen steil nach oben. (Screenshot: YouTube)

Innerhalb einer Woche ist die SPD in der Emnid-Wahlumfrage um 6 Prozentpunkte auf 29 Prozent gestiegen. Das ist der beste Wert seit mehr als sechs Jahren. Der Abstand zur CDU schmilzt. Besonders beliebt ist Kanzlerkandidat Martin Schulz bei den Frauen.

Martin Schulz Emnid-Wahlumfrage SPD 29 Prozent
Mit Martin Schulz geht es für die SPD in der Emnid-Wahlumfrage steil nach oben. (Screenshot: YouTube)

In der am Samstag veröffentlichten bundesweiten Emnid-Wahlumfrage liegt die SPD bei 29 Prozent. Dies ist ein Anstieg um 6 Prozentpunkte zur Vorwoche, der größte jemals gemessene Sprung innerhalb einer Woche. Und es ist der beste Wert für die Sozialdemokraten seit dem 25. November 2012.

Damit verringert die SPD ihren Rückstand auf die Unionsparteien innerhalb nur einer Woche von 14 Prozentpunkten auf nur noch vier Prozentpunkte. So nah beieinander lagen Union und SPD in einer bundesweiten Wahlumfrage zuletzt am 1. Juli 2012. Hier die kompletten Zahlen der Emnid-Umfrage:

  • Union 33 Prozent (-4)
  • SPD 29 Prozent (+6)
  • AfD 11 Prozent (0)
  • Die Linke 8 Prozent (-2)
  • Die Grünen 8 Prozent (-2)
  • FDP 6 Prozent (0)
  • Sonstige 5 Prozent (+2)

„Martin Schulz gelingt es, vor allem ehemalige SPD-Wähler zurückzugewinnen und sie emotional anzusprechen“, sagte Emnid-Meinungsforscher Torsten Schneider-Haase zu BILD. Eine so starke Verschiebung der Parteipräferenzen binnen einer Woche sei einmalig.

Besonders stark zulegen kann die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz bei Frauen. Hier steigerte sich die Partei um acht Prozentpunkte auf nunmehr 30 Prozent. Aber auch bei den männlichen Wählern stieg die SPD um drei Prozentpunkte auf nun 27 Prozent zu.

Die Unionsparteien hingegen verloren bei den weiblichen Wählern fünf Prozentpunkte auf nunmehr 36 Prozent. Bei den Männern verloren CDU und CSU drei Prozentpunkte und liegen nun bei 30 Prozent.

Im Osten hat SPD die Partei Die Linke überholt. Vor einer Woche wollten noch 17 Prozent der Ostdeutschen die SPD wählen und 23 Prozent die Linke. Nun sind es 24 Prozent für die SPD und 17 Prozent für die Linke. Die Union fällt im Osten von 32 auf 27 Prozent.

Wenn die Deutschen ihren Bundeskanzler direkt wählen könnten, so läge Angela Merkel laut Emnid mit 41 Prozent knapp vor ihrem Herausforderer mit 38 Prozent. Im ARD Deutschlandtrend hingegen führt Martin Schulz mit 50 Prozent zu 34 Prozent.

Der SPD-Kanzlerkandidat möchte nach eigenen Angaben Anhänger der AfD zurückgewinnen. „Viele, die AfD wählen oder dies vorhaben, tun das ja nicht, weil sie in der Wolle gefärbte Demokratiefeinde oder Rechtsextremisten sind, sondern weil sie verzweifelt sind“, sagte Martin Schulz dem Spiegel.

Er wolle aber nicht „mit den gefährlichen Leuten reden, mit den Höckes oder Petrys“. Ein Mann, der das Holocaustmahnmal als Denkmal der Schande bezeichnet und eine Kehrtwende in der Erinnerungskultur verlangt, gehöre nicht in ein deutsches Parlament, sagte Schulz im Hinblick auf den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke.

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