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Reportage

Deutsche Bank fordert 150 Milliarden Euro für Bankenrettung

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Deutsche Bank Bankenrettung
Chefökonom der Deutschen, Bank David Folkerts-Landau, fordert dringend eine Bankenrettung in Europa. (Bildlizenz: Public Domain)

Chefökonom der Deutschen, Bank David Folkerts-Landau, hat eine Rettung der europäischen Banken in Höhe von 150 Milliarden Euro gefordert. Eine solche Bankenrettung mit Steuergeld sei zwar ein Bruch der geltenden Regeln, aber sie sei dringend nötig.

Deutsche Bank Bankenrettung
Chefökonom der Deutschen, Bank David Folkerts-Landau, fordert dringend eine Bankenrettung in Europa. (Bildlizenz: Public Domain)

Der Chefökonom der Deutschen Bank fordert ein milliardenschweres Rettungsprogramm für die angeschlagenen Banken in Europa nach amerikanischem Vorbild. Im Jahr 2008 hatten die USA im Rahmen des TARP-Programms Anteile an Finanzinstituten im Umfang von 475 Milliarden Dollar aufkauft.

„In Europa muss das Programm nicht so groß sein. Mit 150 Milliarden Euro lassen sich die europäischen Banken rekapitalisieren“, sagte der Chefökonom der Deutschen, Bank David Folkerts-Landau, der Welt am Sonntag.

Insbesondere die italienischen Banken haben umfangreiche notleidende Kredite in den Büchern. Der öffentlich genannte Kapitalbedarf in Höhe von 40 Milliarden Euro ist nach Ansicht von David Folkerts-Landau noch konservativ kalkuliert.

Bankenrettung wäre ein Bruch geltender Regeln

Die Bankenrettung hält der Chefökonom der Deutschen Bank für derart dringlich, dass er dafür einen möglichen Bruch der Regeln der neuen in Europa vereinbarten Banken-Richtlinie fordert. Diese verbietet eigentlich staatliche Hilfen, wenn nicht zuvor auch private Gläubiger und Aktionäre ihren Teil zur Rettung beitragen.

Eine solche Belastung von Gläubigern und Aktionären (Bail-in) ist laut Folkerts-Landau politisch nicht durchsetzbar. Denn es würde in Italien viele private Sparer treffen und könnte womöglich sogar einen Ansturm der Gläubiger und Kunden auf die Banken auslösen.

„Sich streng an die Regeln zu halten würde größeren Schaden anrichten, als sie auszusetzen“, sagte der Deutsche-Bank-Mann. Der zuletzt extreme Kursrückgang bei Bankaktien sei nur das Symptom eines viel größeren Problems, nämlich einer fatalen Kombination aus schwachem Wachstum, hohen Staatsschulden und einer Nähe zur gefährlichen Deflation.

Mit der Bankenrettung würden sich die Staatsschulden zwar um weitere 150 Milliarden Euro erhöhen. Doch der Chefökonom sagt: „Europa ist schwer krank und muss die bestehenden Probleme extrem schnell angehen, sonst droht ein Unfall.“

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Thomas Breithaupt

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