Negativzinsen erreichen die deutschen Sparer

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Zum 1. Februar führt nun auch die Hamburger Volksbank Negativzinsen für Sparer mit großen Guthaben ein. Die Bank sieht sich gezwungen, die Einlagenzinsen bei der EZB als „Verwahr-Entgelt“ an ihre Kunden weiterzureichen.

Mario Draghi EZB Negativzinsen Hamburger Volksbank
Die Banken geben die Strafzinsen, die ihnen EZB-Chef Mario Draghi auferlegt hat, an ihre Kunden weiter. (Screenshot: YouTube)

Der Bund profitiert massiv von den Negativzinsen, aber nicht so der deutsche Sparer. Die Hamburger Volksbank führt zum 1. Februar Negativzinsen ein. Betroffen sind aber zunächst nur Guthaben von mehr als 500.000 Euro. Das heißt, rund 100 Kunden sollen künftig 0,2 Prozent im Jahr für das Privileg zahlen, ihrer Bank Geld zu borgen.

Reiner Brüggestrat, der Vorstandssprecher der Hamburger Volksbank, sagte dem Hamburger Abendblatt, er sei darüber nicht weniger gereizt als die Kunden. „Schließlich bildet wegen der Negativzinsen unser Betriebsergebnis unseren Markterfolg immer weniger ab – das treibt mich zur Weißglut.“

Insgesamt hätten deutsche Banken im vergangenen Jahr rund 1,5 Milliarden Euro für ihre Guthaben bei der Europäischen Zentralbank gezahlt. Das entspreche im Schnitt rund sechs Prozent ihrer Vorsteuergewinne, so Reiner Brüggestrat. Wenn seine Bank jetzt selbst Negativzinsen erhebe, dann sei das „ein Akt der Selbstverteidigung“.

Vor allem aber stellten die Negativzinsen grundlegende Prinzipien des Geschäftslebens auf den Kopf. „Ich leihe Geld aus, aber anstatt das entlohnt zu bekommen, muss ich für die sichere Verwahrung sogar noch zahlen.“ Das sei eine „perverse Situation“, die es zuvor in 4.000 Jahren Zinsgeschichte noch nicht gegeben habe.

Die Raiffeisenbank Gmund erhebt bereits seit September auch von Privatkunden einen Strafzins auf ihre Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten. Für Einlagen über 100.000 Euro berechnet die kleine Genossenschaftsbank am Tegernsee ein sogenanntes „Verwahr-Entgelt“ in Höhe von 0,4 Prozent.

Auch die Stadtsparkasse München berechnet ihren Kunden ab April dieses Jahres Negativzinsen, allerdings vorerst nur von Unternehmen und institutionellen Anlegern. Betroffen sind hier die Einlagen von mehr als 250.000 Euro, für die ein „Verwahr-Entgelt“ in Höhe von 0,4 Prozent in Rechnung gestellt wird.

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37 KOMMENTARE

  1. macht doch endlich den Laden dicht… die EU ist zerstört sie liegt handlungsunfähig am Boden… erlöst sie von den Schmerzen und gut ist… eine Aufrechterhaltung bringt eh nichts mehr… die Nationen sind gespaltener den je… und die Schuldenberge wachsen ins unermessliche

  2. Negative Interests are to be deducted from deposits of (EU)cients who had the stupid naïvity to “ENTRUST”their capital to their Banks who, no longer independent,, slavisly obey orders from E.U.’ s Central Bank. The luxutiously costly (salaries/pensions/alcool) Brussels’ E.U. & their E.C.B. (helping themselves, therefore, to money which is “not theirs”) are plainly becoming the purest “SWINDLERS” (there’s no other word for it and thàt which amazes is that one is surprised at Capital (instead of reinvested) is secretely leaving to safer destinations ???

  3. Die Enteignung nimmt ihren Lauf !!! Dann kommt die Inflation und wem’s dann noch net reicht, der nimmt am Bürgerkrieg teil, Beginn am 14 Januar 2025 …. Um zeitiges Erscheinen wird vor Einlass gebeten !!! Lol lol Es freut sich auf Sie das Militär im Innern !!!

  4. Deutsche werden enteignet und um ihr über Jahre erspartes gebracht, damit dieser Lump Draghi seine Volksgenossen im Süden weiter pampern kann. Genau so war die EU gedacht ?!

  5. Die EU ist zum Scheitern verurteilt. Vorher mit der EEG ging es doch auch und jeder Staat hatte seine eigenen Befugnisse. Jetzt zahlen die reichen Länder die Schulden der armen EU Länder.

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