Vier gute Jahre unter Schwarz-Rot – für die Reichen

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Trotz der hohen Steuerbelastung waren die letzten vier Jahren unter Schwarz-Rot eine finanziell gute Zeit für die Wohlhabenden in Deutschland. Denn sie verzeichneten einen enormen Anstieg ihrer Vermögenswerte.

Vier Jahre Schwarz-Rot waren eine gute Zeit für die Reichen, deren Vermögen deutlich wuchsen. (Screenshot: YouTube)
Vier Jahre Schwarz-Rot waren eine gute Zeit für die Reichen, deren Vermögen deutlich wuchsen. (Screenshot: YouTube)

Die letzten vier Jahre der großen Koalition waren für die Wohlhabenden in Deutschland eine gute Zeit. Zwar zahlten sie äußerst hohe Steuern. Doch wer Immobilien oder Sachwerte besitzt, der konnte sein Vermögen seit 2013 deutlich vermehren.

Die Wohnungspreise zum Beispiel sind in der zu Ende gehenden Legislaturperiode im Schnitt um 44 Prozent gestiegen. Dies zeig der Immobilienindex IMX. In den Metropolen und Ballungszentren haben sich die Preise für Wohneigentum sogar teilweise verdoppelt.

Auch Sammler und Aktionäre verzeichneten erhebliche Wertsteigerungen. Kunstwerke, Oldtimer, und Raritäten legten im Preis zu. Seit dem Tag vor der letzten Bundestagswahl stieg der Leitindex Dax um rund 4.000 Punkte beziehungsweise 45 Prozent.

Laut einem Index der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch stehen die Vermögenspreise in Deutschland heute insgesamt um gut ein Viertel höher als noch vor vier Jahren. Der Anstieg der Vermögenspreise ist nicht das Verdienst der Regierung, sondern der Zentralbanken.

Dies zeige sich daran, dass die Wertzuwächse nicht regional begrenzt sind. Zudem erfassen sie eine breite Auswahl von Vermögenswerten, zitiert die WELT den Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute, Thomas Mayer.

Nicht alle gewannen unter Schwarz-Rot

Gleichzeitig haben die Zentralbanken mit ihrer Politik der Zinsen nahe null den weniger wohlhabenden Sparern der Mittelschicht massiv geschadet und die Schere zwischen Arm und Reich verstärkt. Der Ökonom Thomas Mayer sagt:

Die reicheren Schichten, die Aktien, Immobilien oder Sammlerobjekte besitzen, profitieren. Die untere Mittelschicht, die ihre Ersparnisse in Geld oder Lebensversicherungen anlegt, hat wenig davon.

Zwar können sich die Deutschen billig verschulden. Doch in der Folge hält der Immobilienboom weiter an und lässt die Kaufpreise steigen. Gerade jungen Stadtbewohnern bereitet das Probleme. Thomas Mayer nennt das eine Umverteilung zu Ungunsten der nächsten Generation.

Bisher haben das billige Geld und die Einkäufe der Zentralbanken auf den Finanzmärkten nicht zu einer Hyperinflation bei den Konsumentenprodukten geführt. Nur einzelne landwirtschaftliche Produkte sind deutlich teuer geworden, zuletzt etwa Butter.

Insgesamt steigen die Löhne in Deutschland seit einiger Zeit wieder stärker als der Index der Verbraucherpreise. Arbeitnehmer konnten ihren Reallohn seit 2013 im Schnitt sogar um fast acht Prozent steigern.

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28 KOMMENTARE

  1. Man sieht vielen an dass es ihnen gut geht. Vollgefressen bis kurz vorm platzen. Sie kennen keine Disziplin und das in jeglicher Beziehung. Diese beiden auf dem Bild sind symptomatisch für diese Krankheit die unser Land befallen hat: Gier. Machterhalt und fressen um jeden Preis.

    • Ja, Peter Altmaier und Genosse Gabriel nicht vergessen !!! In der AfD haben die nicht soviel Dicke ! Was Gier betrifft…………sollte man mal alle Parteien unter die Lupe nehmen.

    • Petra Schönemann Wegener Schlechte, billige Nahrung dank Hartz IV macht leider dick. Zucker in der Nahrung, genmanipuliertes Essen und Antibiotika verseuchtes Fleisch tragen dazu bei. Das müssen die Fresssäcke aus der Politik nicht zu sich nehmen. Manches Essen was man kaufen muss, , auch wenn man selber kocht, erinnert eher an Fraß als an Nahrung.

  2. In der DDR haben auch immer die gleichen auf den Stühlen geklebt. Nichts für die Kleinen, sondern für sich und die Großen getan. Hier wiederholt sich alles und das jetzt schon die 4 Amtszeit.
    Willkommen in der DDR 2

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