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Reportage

Aus diesen Ländern kamen die Asylbewerber 2016

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Thomas de Maizière Asylbewerber 2016
Minister Thomas de Maizière am Mittwoch in Berlin: „Es ist gelungen, das Migrationsgeschehen zu ordnen, zu steuern und die Zahl der Menschen, die zu uns kommen, zu begrenzen.“ (Screenshot: YouTube)

Innenminister de Maizière hat mitgeteilt, woher die Asylbewerber 2016 kamen. Und er ist stolz auf das Erreichte. „Es ist gelungen, das Migrationsgeschehen zu ordnen, zu steuern und die Zahl der Menschen, die zu uns kommen, zu begrenzen.“

Thomas de Maizière Asylbewerber 2016
Minister Thomas de Maizière am Mittwoch in Berlin: „Es ist gelungen, das Migrationsgeschehen zu ordnen, zu steuern und die Zahl der Menschen, die zu uns kommen, zu begrenzen.“ (Screenshot: YouTube)

Wie aus einer am Mittwoch von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin vorgestellten Statistik hervorgeht, wurden 2016 rund 280.000 Migranten neu registriert. Das ist nur noch ein Drittel gegenüber dem Jahr zuvor, als etwa 890.000 Menschen illegal nach Deutschland gekommen waren.

Viele der Migranten, die bereits im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen waren, konnten ihren Asylantrag erst deutlich später stellen, viele erst im vergangenen Jahr. Daher lag die Zahl der gestellten Asylanträge 2016 deutlich höher als die Zahl der Einreisen.

Aus diesen Ländern kamen die Asylbewerber 2016

Im Jahr 2015 hatten lediglich 476.649 Migranten einen Antrag auf Asyl in Deutschland gestellt. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Asylanträge auf 745.545. Damit habe nun für alle Personen, die bereits 2015 nach Deutschland eingereist seien, das Asylverfahren begonnen oder es sei bereits abgeschlossen.

Auch woher die Asylbewerber 2016 kamen, zeigt die Statistik von Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Etwa 36 Prozent von ihnen waren demnach Syrer, rund 17 Prozent kamen aus Afghanistan und etwa 13 Prozent aus dem Irak.

  1. Syrien 268.866 (im Jahr zuvor waren es 162.510)
  2. Afghanistan 127.892 (31.902)
  3. Irak 97.162 (31.379)
  4. Iran 26.872 (5.732)
  5. Eritrea 19.103 (10.990)
  6. Albanien 17.236 (54.762)
  7. Pakistan 15.528 (8.472)
  8. Ungeklärt 14.922 (12.166)
  9. Nigeria 12.916 (5.302)
  10. Russische Föderation 12.234 (6.200)

Thomas de Maizière stolz auf das Erreichte

„Es ist gelungen, das Migrationsgeschehen zu ordnen, zu steuern und die Zahl der Menschen, die zu uns kommen, zu begrenzen“, zitiert die Welt den Minister. Neben weniger neuen Migranten und mehr Asylanträgen kann er auch darauf verweisen, dass das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration (Bamf) 2016 über so viele Anträge entschieden hat wie nie zuvor.

Im vergangenen Jahr hat das Bamf über 695.733 Anträge entschieden. Dabei wurden 37 Prozent der Antragsteller als Flüchtlinge nach der Genfer Konvention anerkannt. Weitere 22 Prozent erhielten den untergeordneten subsidiären Schutz, der zunächst keinen Familiennachzug erlaubt. Bei 41 Prozent der Antragssteller wurde ein Asyl abgelehnt.

Bis Ende letzten Jahres habe es rund 55.000 freiwillige Rückkehrer sowie 25.000 Abschiebungen gegeben, sagt Thomas de Maizière. „Auch das ist sehr viel, viel mehr als je zuvor.“ Die Zahl müsse aber noch weiter steigen. Das sagt auch der Unternehmensberater McKinsey, der für das laufende Jahr siebenmal so viele Abschiebungen empfiehlt wie 2016.

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