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Reportage

Senat beschlagnahmt weitere Sporthallen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Senat beschlagnahmt weitere Turnhallen Mario Czaja
Irgendwo muss Mario Czaja seine Leute unterbringen. (Screenshot: ZDF)
Senat beschlagnahmt weitere Turnhallen Mario Czaja
Irgendwo muss Mario Czaja seine Asylbewerber unterbringen. (Screenshot: ZDF)

Eigentlich wollte die Sozialverwaltung des Berliner Senats keine weiteren Turnhallen mehr belegen. Dies sagte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) in der vergangenen Woche. Doch nun hat seine Behörde doch wieder zwei Sporthallen beschlagnahmt und dort Unterkünfte für neu ankommende Ausländer eingerichtet.

Widerspruch des Bezirksbürgermeisters vergeblich

Eine der beschlagnahmten Sporthallen befindet sich an der Cyclopstraße in Wittenau (Reinickendorf). Sie wurde mit 240 Flüchtlingen belegt, berichtet die Berliner Morgenpost. Die andere Sporthalle liegt an der Merlitzstraße in Adlershof (Treptow-Köpenick). Dort sollten am Mittwochabend 350 Neuankömmlinge einziehen.

Zwar hatte Treptow-Köpenicks Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) am Dienstag Widerspruch gegen die Beschlagnahmung der Adlershofer Sporthalle eingelegt. Doch der Widerspruch des Bezirksbürgermeisters blieb vergeblich.

Zahl der Neuankömmlinge in Berlin steigt wieder

Sascha Langenbach, Sprecher von Sozialsenator Mario Czaja, bedauerte die Beschlagnahme der beiden Sporthallen in Wittenau und Adlershof. Doch die Beschlagnahme sei notwendig. Denn seit einigen Tagen steige die Zahl der Neuankömmlinge in Berlin wieder erheblich an. Zudem sei es kalt.

Am Dienstag hätten 582 Neuankömmlinge Berlin erreicht. Und am späten Mittwochabend wurden zusätzlich zu den Tageszugängen noch bis zu 200 weitere Asylbewerber erwartet, die per Zug aus Bayern kommen sollten. Aus Österreich werde wieder ein stärkerer Zustrom über die Balkanroute gemeldet. Dafür müsse man Vorsorge treffen, sagte der Sprecher.

Senat verspricht „spürbare Entlastung“

Außerdem sei es wegen der Kälte nicht möglich gewesen, den Hangar 7 am ehemaligen Flughafen Tempelhof zu belegen, wo die Heizung kaputt war. Diese funktioniere jetzt zwar wieder, es dauere aber eine gewisse Zeit, bis im Hangar wieder akzeptable Temperaturen herrschen. Bis Donnerstag oder Freitag seien die 500 Plätze in dem Hangar bereit.

Innerhalb der nächsten zwei Wochen werde es eine spürbare Entlastung geben, verspricht der Sprecher. So sei ein Gebäude mit 400 Plätzen an der Daimlerstraße in Marienfelde bereits in den kommenden Tagen bezugsfertig.

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Thomas Breithaupt

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