Reportage
Volker Beck fordert bis zu vier Eltern pro Kind
Zwei Grünen-Politiker wollen Lösungen schaffen für moderne Familien. Wenn etwa ein lesbisches und ein schwules Paar zusammen Kinder bekommen, dann soll es neben den biologischen auch soziale Eltern geben, also insgesamt bis zu vier Eltern pro Kind.

Die Grünen-Bundestagsabgeordneten Volker Beck und Katja Dörner fordern bis zu vier Eltern pro Kind. Neben den biologischen Eltern sollten bis zu zwei sogenannte soziale Eltern die „elterliche Mitverantwortung“ erhalten können.
Maximal vier Eltern pro Kind
„Voraussetzung ist, dass die Beteiligten sich einig sind und keine Sorgerechtsstreitigkeiten entstehen“, zitiert SPON aus dem Papier der beiden Grünen. Die maximal zwei sozialen Eltern sollen die Möglichkeit erhalten, Entscheidungen beim Arzt zu treffen, Schulausflüge zu erlauben oder mit dem Kind in den Urlaub zu fahren.
„Wir Grünen sollten offen sein für die Diskussion über neue familienrechtliche Absicherung jenseits von Verlobung und Ehe für alle“, heißt es in dem Papier, das am Wochenende auf einem Kongress der Parteilinken diskutiert werden soll.
Soziale Eltern ohne Unterhaltsansprüche
Die sozialen Eltern sollen laut dem grünen Vorschlag zwar Unterhaltspflichten für den sozialen Sohn oder die soziale Tochter erhalten, aber keine Unterhaltsansprüche. Sonst drohe dem Kind später eine finanzielle Überbelastung, wenn es vier Elternteile im Alter finanziell unterstützen müsste, falls diese nicht selbst dazu in der Lage sind.
Zudem sollen soziale Eltern Kindergeld, Freibeträge und Elterngeld bekommen und Kindererziehungszeiten bei der Rentenversicherung geltend machen können. Solche Konstellationen mit vier Eltern pro Kind sollten schon vor der Geburt eines Kindes vereinbart werden können, fordern Volker Beck und Katja Dörner.


