Reportage
Treppen-Schubser vom Alex war bekannter Gewalttäter
Der Mann, der auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz sein Opfer die Treppe hinunterstieß, ist offenbar identifiziert. Bei dem Treppen-Schubser handelt sich um einen russischen Staatsbürger, der bereits mehrfach wegen Gewaltdelikten verurteilt worden war.

Am 11. Juni hatte der Tatverdächtige auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz einen Mann plötzlich von hinten gegen den Kopf geschlagen, sodass dieser die Treppe hinunter flog und schwere Kopfverletzungen erlitt.
Wie die Polizei am Samstag bestätigte, hatte der 39-jährige Treppen-Schubser bereits im Juli vergangenen Jahres in Berlin einem Polizisten dessen Waffe entrissen und sich dann selbst in den Bauch geschossen. Der Mann sei psychisch krank, hieß es.
Er war damals nackt auf dem Bürgersteig in der Turmstraße herumspaziert. Er hatte sich aggressiv verhalten und versucht, einen Passanten zu schlagen. Daraufhin herbeigerufene Polizisten hatten versucht, den Mann zu beruhigen.
In dem Gerangel gelang es dem Mann, einem Beamten dessen Waffe zu entwenden. Er schoss sich damit in die Bauchseite. Die Verletzung musste operiert werden. Warum er im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt wieder auf freien Fuß kam, ist nicht bekannt.
Der 39-Jährige war bereits zuvor mehrfach wegen Körperverletzung, Diebstahls, schweren Raubes und Drogenmissbrauchs festgenommen und verurteilt worden, berichtet der Tagesspiegel. Doch verschiedene Gutachter schätzten ihn nicht als gefährlich für andere ein.


