Theresa May verkündet Neuwahlen in Großbritannien

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Die britische Premierministerin Theresa May hat überraschend Neuwahlen angekündigt, um sich den Rückhalt für ihre Brexit-Gespräche mit der EU zu sichern. Ihre Konservativen liegen in Umfragen gerade deutlich vor der Labour-Partei.

Theresa May Neuwahlen
Theresa May spricht am Dienstag in London. (Screenshot: YouTube)

Am Dienstagmittag hat die britische Premierministerin Theresa May an ihrem Amtssitz in London überraschend Neuwahlen angekündigt. Die vorgezogene Parlamentswahl solle am 8. Juni stattfinden.

Schon am Mittwoch soll das Parlament über die Neuwahlen abstimmen. Benötigt wird eine Zweidrittelmehrheit im Unterhaus. Grund für diesen Schritt sei die Uneinigkeit des Parlaments über den geplanten EU-Austritt ihres Landes.

Theresa May beschuldigte ihre Gegner, die Brexit-Gespräche zu untergraben. „Vom Brexit gibt es kein Zurück“, zitiert die Welt die konservative Politikerin. Die nächste reguläre Parlamentswahl hätte erst im Jahr 2020 stattgefunden.

In Umfragen liegen die Konservativen derzeit klar vor der Labour-Partei. Dennoch unterstützt die größte britische Oppositionspartei die überraschend angesetzten Neuwahlen. „Ich begrüße die Entscheidung der Premierministerin“, sagte Labour-Chef Jeremy Corbyn am Dienstag.

Bisher hatte Theresa May Neuwahlen ausdrücklich ausgeschlossen. Allerdings wurde ihr immer wieder vorgeworfen, dass sie für die Verhandlungen über einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union kein Mandat habe.

Die konservative Politikerin war erst im vergangenen Juli von ihrer Partei ins Amt gewählt worden, nachdem ihr Vorgänger David Cameron wegen des Brexit-Votums am 23. Juni zurückgetreten war, bei dem 51,89 Prozent der Wähler für den EU-Austritt stimmten.

Ende März hatte Theresa May offiziell die Austrittserklärung ihres Landes aus der Europäischen Union verkündet. Damit läuft nun eine zweijährige Frist für die Verhandlungen über die Entflechtung der Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU.

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7 KOMMENTARE

  1. Eigentlich nicht überraschend, aus einer Position der Stärke herraus, ist es absolut legitim, dem politischen Gegner seine Grenzen aufzuzeigen. May, ist kein Schröder, sie wieiss im Gegenbsatz zu jenem was sie tut.!

  2. Die wären schön doof wieder auf ein sinkendes Schiff auf zu springen. Jeder der die EU verlässt hat wieder alles in eigener Hand und ist selbst verantwortlich ob er bestimmt ein Land in goldene Zeiten oder den Ruin steuert. Alles ist besser solange es nur weg von Merkel ist und den ganzen raffgierigen Politikern in Deutschland so wie den EU Abgeordneten.

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