Reportage
Terroranschlag auf Schwulenclub in Orlando
Ein muslimischer Einwanderer mit amerikanischer Staatsbürgerschaft hat am Sonntag in Orlando 50 Menschen getötet und 53 weitere verletzt. Das FBI geht davon aus, dass er vom Islamischen Staat inspiriert war.

Der Terroranschlag auf einen Schwulenclub in Orlando im US-Bundesstaat Florida am Sonntag war die tödlichste Schießerei in der amerikanischen Geschichte.
Ein muslimischer Terrorist tötete 50 Menschen und verwundete mindestens 53 Menschen. Dutzende Opfer befinden sich weiterhin im Krankenhaus, viele in kritischem Zustand.
Der Terrorist konnte wenige Stunden nach seiner Tat als der 29-jährige Omar Mateen identifiziert werden. Er ist der Sohn muslimischer Einwanderer aus Afghanistan und wurde in New York geboren, berichtet die Los Angeles Times. Daher hat er eine amerikanische Staatsbürgerschaft.
Omar Mateen wurde nach einer stundenlangen Belagerung von der Polizei erschossen, nachdem er Geiseln genommen hatte. Er nutzte für den Terroranschlag ein legal erworbenes Sturmgewehr und eine Handwaffe, die er innerhalb der letzten zwölf Tage legal erworben hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Anschlag vom Islamischen Staat inspiriert war.
Der Terrorist lebte etwa 200 Kilometer südlich vom Anschlagsort Orlando und arbeitete für einen privaten Sicherheitsdienst. Ein Kollege von Omar Mateen sagte, dass dieser einen Gebetsteppich und eine Kopfbedeckung zur Arbeit mitbrachte und während seiner Schichten auf den Knien betete. Er ist vor dem Anschlag dreimal vom FBI befragt worden und war auf einer Beobachtungsliste für Terroristen.


