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Terror-Lkw von Berlin soll ins Museum kommen

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Terror-Lkw Berlin Haus der Geschichte Bonn
Teile des Terror-Lkw von Berlin könnten bald im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen sein. (Screenshot: YouTube)

Das Haus der Geschichte in Bonn denkt darüber nach, den Terror-Lkw von Berlin in seine Sammlung aufzunehmen. Ein solches Thema von gesellschaftlicher Relevanz gehöre zu unserer Geschichte, sagt Museumspräsident Hans Walter Hütter.

Terror-Lkw Berlin Haus der Geschichte Bonn
Teile des Terror-Lkw von Berlin könnten bald im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen sein. (Screenshot: YouTube)

Am 19. Dezember gegen 20:00 Uhr fuhr der islamistische Terrorist Anis Amri einen Lkw in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Dabei tötete der Tunesier mindestens zwölf Menschen. Nur das automatische Bremssystem des Lkw verhinderte noch mehr Tote wie in Nizza.

Nun denkt das Haus der Geschichte in Bonn darüber nach, den Lastwagen in seine Sammlung aufzunehmen. Aber noch haben die Verantwortlichen nicht darüber entschieden, ob sie tatsächlich Teile des Terror-Lkw in die Museumssammlung aufnehmen werden.

„Es ist noch zu früh, um darauf eine abschließende Antwort geben zu können“, zitiert die Frankfurter Allgemeine Hans Walter Hütter, den Präsident der Stiftung Haus der Geschichte. Seiner Ansicht nach braucht es auch einen zeitlichen Abstands zu dem Terroranschlag, um die richtige Entscheidung treffen zu können.

Der ganze Sattelschlepper vom Typ Scania nebst Auflieger wäre wohl auch zu groß. „Eher müsste man an ein bestimmtes Teil denken“, sagt der Museumspräsident.

Auf keinen Fall dürfe der Anschlag später nur aus Sicht des Terroristen dargestellt werden. „Aber wenn ein Thema von gesellschaftlicher Relevanz ist, und das ist in diesem Fall ja in der Tat so, dann gehört es zu unserer Geschichte, ob wir das wollen oder nicht“, sagt Hans Walter Hütter.

Vier Tage nach dem Terroranschlag hatte die italienische Polizei den Terrorverdächtigen Anis Amri am frühen Morgen des 23. Dezember nördlich von Mailand bei einer Routinekontrolle bemerkt. Da der Tunesier eine Waffe zog und auf die Polizisten feuerte, erschossen ihn die italienischen Beamten.

Wie berichtet, haben sich die deutschen Behörden in Bund und Ländern intensiver mit dem Terroristen Anis Amri beschäftigt als bisher bekannt. Zwischen Februar und November letzten Jahres war er mindestens sieben Mal Thema im Gemeinsamen Terrorismus-Abwehrzentrum (GTAZ) in Berlin.

Laut internen Behördenunterlagen, die nur fünf Tage vor der Tat entstanden, suchte er im Internet Anleitungen für den Bau von Rohrbomben und für die Herstellung von Sprengstoffen wie TNT. Zudem suchte er offenbar schon im Februar Kontakt zum Islamischen Staat (IS) und bot sich als Selbstmordattentäter an.

Mehrmals wurde im Gemeinsamen Terrorismus-Abwehrzentrum auch die Frage diskutiert, ob Anis Amri einen konkreten Anschlag in Deutschland plant. Doch beide Male stuften die Verantwortliche dies als unwahrscheinlich ein.

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