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Reportage

Dienstag streiken Behörden, Schulen, Kitas, Polizei

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Streik Behörden Schulen Kitas Polizei
Lehrer und Erzieher streiken mal wieder für mehr Geld. (Screenshot: YouTube)

Am Dienstag gibt es einen Streik an den Berliner Behörden, Schulen und Kitas sowie beim Objektschutz der Polizei. Lehrer und Erzieher streiken auch am Mittwoch weiter. Etwa die Hälfte der städtischen Kitas ist komplett geschlossen.

Streik Behörden Schulen Kitas Polizei
Lehrer und Erzieher streiken mal wieder zwei Tage für mehr Geld. (Screenshot: YouTube)

Die Gewerkschaften der vom Land Berlin nach Tarif Beschäftigten haben für Dienstag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. An Schulen und Kitas wollen die Landesbeschäftigten auch noch am Mittwoch streiken. Sie wollen in der bundesweiten Tarifrunde Druck machen, die am Donnerstag und Freitag weiter verhandelt wird.

Für die zentrale Demonstration am Dienstagvormittag in Berlin-Mitte rechnen die Gewerkschaften mit bis zu 10.000 Teilnehmern. Treffpunkt ist um 9:45 Uhr am Alexanderplatz, berichtet die Berliner Morgenpost. Von dort ziehen die Streikenden ziehen zum Brandenburger Tor, wo gegen 11:15 Uhr die Abschlusskundgebung stattfinden soll.

Laut Senatsverwaltung wird Dienstag und Mittwoch etwa jede zweite Kita des Landes Berlin komplett geschlossen bleiben. Viele andere Kitas werden nur eine Notbetreuung anbieten. Die Eltern sind seit der vergangenen Woche über ihre Möglichkeiten zur Notbetreuung informiert worden.

Auch an den staatlichen Schulen werden die angestellten Lehrer und die Hort-Erzieher die Arbeit niederlegen. Viele Grundschulen schicken ältere Schüler vorzeitig nach Hause, damit die nicht streikenden Lehrkräfte, etwa die Beamten, die jüngeren Kinder am Nachmittag betreuen können.

Auch in den Bezirksämtern, in den Senatsverwaltungen und im Objektschutz der Polizei sind die Kollegen zum Warnstreik aufgerufen. Und es wird mit großer Beteiligung gerechnet. Die Gewerkschaften fordern 6 Prozent mehr Lohn. Ein Drittel davon soll allein durch die Höherstufung der Kita-Erzieher und Sozialpädagogen erreicht werden.

Der neue Berliner Senat aus SPD, Linken und Grünen befürwortet die Forderungen der Gewerkschaften. Ihnen ist der Streik daher ganz recht. Denn so können sie ihre Forderungen in der bundesweiten Tarifrunde eher durchsetzen. Das gleiche gilt auch für die Forderung nach einer Lohnerhöhung für angestellte Lehrer.

Berlin hat schon heute die teuersten Schulen Deutschlands. Doch die Ergebnisse sind trotzdem bundesweit die schlechtesten. So hat gerade mehr als ein Drittel der Berliner Drittklässler beim Vera-Vergleichstest die Mindeststandards fürs Lesen oder fürs Schreiben verfehlt.

In Gewerkschaftskreisen rechnet man laut Berliner Morgenpost damit, dass die Tarifpartner in der nächsten Runde zu einer Einigung kommen. Ein Ergebnis könnte am frühen Sonnabendmorgen verkündet werden.

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Thomas Breithaupt

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