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Berliner Drittklässler können kaum lesen und schreiben

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Berlins Drittklässler Lesen Schreiben
Den Berliner Schulen gelingt in vielen Fällen nicht, Drittklässler in Lesen und Schreiben zu unterrichten. (Screenshot: YouTube)

Mehr als ein Drittel der Berliner Drittklässler haben beim Vera-Vergleichstest die Mindeststandards fürs Lesen oder fürs Schreiben verfehlt. Fast die Hälfte der Migrantenkinder kann nicht ausreichend lesen.

Berlins Drittklässler Lesen Schreiben
Den Berliner Grundschulen gelingt in vielen Fällen nicht, Drittklässler in Lesen und Schreiben zu unterrichten. (Screenshot: YouTube)

Am Mittwoch hat das Institut für Schulqualität (ISQ) die Ergebnisse des Vera-Vergleichstests für Berlin veröffentlicht. Beim Lesen verfehlten demnach 28 Prozent der Drittklässler die Mindeststandards, beim Rechnen scheiterten sogar 37 Prozent der Kinder.

Die getesteten Fähigkeiten (in der Sprache der Tester Kompetenzen genannt) sollen die Kinder spätestens zum Ende der vierten Klasse erreicht haben. Mit den Vergleichsarbeiten soll ermittelt werden, in welchen Bereichen besonderer Entwicklungsbedarf besteht.

Doch die Schüler, welche die Mindeststandards verfehlt haben, können den Rückstand wohl auch in der vierten Klasse nicht mehr aufholen können. Denn ihnen fehlen die Grundlagen. Mehr als jedes vierte Kind (28 Prozent) kann nicht ausreichend lesen.

Das sei besonders dramatisch, zitiert die Berliner Morgenpost den SPD-Abgeordneten Joschka Langenbrinck. Denn Lesen werde auch in anderen Fächern vorausgesetzt. Bei den Schülern, deren Eltern zu Hause nicht Deutsch sprechen, kann fast die Hälfte nicht ausreichend gut lesen.

Auch in Mathematik zeigt der Vergleichstest die deutliche Lücke zwischen den deutschsprachigen Schülern und jenen, die mit einer anderen Muttersprache aufgewachsen sind. Denn letztere kommen zu großen Teilen aus weniger intelligenten Ethnien.

Auch im Vorjahr schon lagen berlinweit 21 Prozent der Drittklässler unter dem Mindeststandard fürs Lesen. „Es wird zu einem traurigen Ritual, dass wir jedes Jahr schlechte Ergebnisse beklagen, sich aber nichts verbessert“, sagte Joschka Langenbrinck.

Doch nun haben SPD, Linke und Grüne im Koalitionsvertrag vereinbart, dass die Vergleichsarbeiten künftig erst in den vierten Klassen geschrieben werden. Das ist ein Jahr später als in den anderen Bundesländern.

Die für die schlechten Ergebnisse verantwortliche Senatsverwaltung für Bildung glaubt an eine Besserung durch den neuen Rahmenlehrplan, der im kommenden Jahr in Kraft tritt. Er enthält den Plan, dass in jedem Unterrichtsfach auch die Sprache gebildet wird.

Die mathematischen Fähigkeiten sollen dadurch verbessert werden, dass alle angehenden Grundschullehrer seit Herbst 2015 in den Fächern Mathe und Deutsch ausgebildet werden müssen.

Über fehlendes Geld kann sich die Berliner Schulpolitik jedenfalls nicht beklagen. Denn gemessen an den Kosten pro Schüler hat Berlin die teuersten Schulen Deutschlands. Die Aufbewahrung eines Berliner Schülers kostet den Steuerzahler 8.500 Euro pro Jahr.

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Thomas Breithaupt

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