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Berlins Schulen sind die teuersten Deutschlands

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Berlin hat die teuersten Schulen Deutschlands
Grundschulen verursachen deutlich geringere Kosten als Gymnasien. Denn die Lehrer erhalten hier weniger Gehalt. (Screenshot: YouTube)

Der Berliner Senat hat 2014 durchschnittlich 8.500 Euro pro Schüler ausgegeben. Damit hat Berlin die teuersten Schulen Deutschlands. Doch auch wenn man bei den Kosten ganz vorn liegt, sind Ergebnisse der Berliner Schüler bundesweit die schlechtesten.

Berlin hat die teuersten Schulen Deutschlands
Grundschulen verursachen deutlich geringere Kosten als Gymnasien. Denn die Lehrer erhalten hier weniger Gehalt. (Screenshot: YouTube)

Die seelischen und moralischen Folgekosten der staatlichen Schulen bei den jungen Menschen und für die Gesellschaft insgesamt sind kaum abschätzbar. Doch beim Statistischen Bundesamt (Destatis) erfährt man immerhin die direkten finanziellen Kosten für den Steuerzahler.

Demnach lagen die Ausgaben für die staatlichen Schulen im Jahr 2014 (das sind die neuesten verfügbaren Daten) im bundesweiten Schnitt bei rund 6.700 Euro pro Schüler. Das waren 300 Euro mehr als noch im Jahr 2013, also erneut ein Kostenanstieg um rund 5 Prozent. Die Kosten verteilen sich auf

  • das Personal mit 5.500 Euro je Schüler,
  • die Unterhaltung der Gebäude, Lehrmittel und ähnliches mit 900 Euro je Schüler und
  • Baumaßnahmen sowie andere Sachinvestitionen mit 400 Euro je Schüler.

Die Kosten für berufliche Schulen liegen im Schnitt bei 4.600 Euro pro Schüler, im dualen System sogar nur bei 2.900 Euro. Das ist deutlich weniger, als die durchschnittlichen Kosten von 7.400 Euro pro Schüler bei den sogenannten allgemeinbildenden Schulen. Hierzu zählen etwa

  • Grundschulen mit 5.900 Euro pro Schüler und
  • Gymnasien mit 7.800 Euro pro Schüler.

Die höchsten Ausgaben je Schüler hatten die Stadtstaaten Berlin und Hamburg (siehe Tabelle), die niedrigsten hatten Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Brandenburg lag mit den Kosten pro Schüler im Jahr 2014 genau im Bundesschnitt.

Doch Berlin hat nicht nur die teuersten Schulen, sondern auch die schlechtesten Schüler. Dies zeigte im Oktober der große bundesweite IQB-Ländervergleich. Und auch bei den aktuellen Vera-8-Ergebnissen für das Jahr 2016 schnitte die Berliner Schüler erneut sehr schlecht ab.

Im Bereich Deutsch unterschritten dabei mehr als 35 Prozent die Mindestanforderungen der Kultusministerkonferenz. Diese Schüler, die meisten mit Migrationshintergrund, haben kaum eine Chance, ihre Defizite bis Klasse 10 aufzuholen.

Alle Schularten Allgemeinbildende
Schulen
Berufsschulen
Berlin 8 500 9 200 5 600
Hamburg 8 500 9 500 5 200
Thüringen 8 300 8 700 6 700
Bayern 7 600 8 500 4 800
Sachsen-Anhalt 7 600 8 300 4 800
Sachsen 7 000 7 400 5 300
Hessen 6 900 7 600 4 900
Mecklenburg-Vorpommern 6 800 7 700 3 300
Brandenburg 6 700 7 100 4 500
Deutschland 6 700 7 400 4 600
Baden-Württemberg 6 600 7 100 5 300
Bremen 6 500 7 600 4 000
Niedersachsen 6 400 7 100 4 200
Rheinland-Pfalz 6 200 6 800 4 300
Saarland 6 200 7 100 4 000
Nordrhein-Westfalen 5 900 6 500 4 000
Schleswig-Holstein 5 800 6 300 4 300

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Thomas Breithaupt

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