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Reportage

Berlin hat die schlechtesten Schüler Deutschlands

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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IQB-Ländervergleich Berlin
Im Vergleich mit den anderen Bundesländern hat Berlin die schlechtesten Schüler.

Im großen bundesweiten IQB-Ländervergleich liegen die Berliner Schüler erneut ganz hinten. Aber nicht nur in Deutsch und den Fremdsprachen hat Berlin die schlechtesten Schüler Deutschlands.

IQB-Ländervergleich Berlin
Im Vergleich mit den anderen Bundesländern hat Berlin die schlechtesten Schüler.

Am Freitag will das Berliner Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) die Ergebnisse seines aktuellen Ländervergleichs zu Deutsch und Fremdsprachen vorstellen. Bundesweit nahmen daran im vergangenen Jahr 45.000 Schüler der 9. Jahrgangsstufe aus 1.800 Schulen teil.

Am schlechtesten haben dabei die Neuntklässler aus Berlin und Bremen abgeschnitten, wie der Tagesspiegel vorab aus dem IQB-Ländervergleich 2015 zitiert. Die besten Kenntnisse in Deutsch und in den Fremdsprachen zeigten die Mädchen und Jungen aus Bayern, Sachsen und Schleswig-Holstein.

Berlin im IQB-Ländervergleich schon 2010 Schlusslicht

Auch bei der im Jahr 2010 veröffentlichten Vorgängerstudie lag Berlin in Deutsch hinten, gemeinsam mit Bremen und Hamburg. In Englisch schnitt Berlin damals noch etwas besser ab. Führend war in beiden Fächern Bayern. Im Lesen waren auch die Schüler aus Baden-Württemberg, Sachsen und dem Saarland überdurchschnittlich gut.

Die ostdeutschen Bundesländer konnten ihren deutlichen Rückstand in Englisch offenbar noch immer nicht aufholen. Allerdings sollen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern hier über dem Bundesschnitt liegen.

40 Prozent unter dem Mindeststandard

Das schlechte Abschneiden der Neuntklässler im letzten Jahr kommt nicht überraschend. Denn derselbe Jahrgang hatte bereits im Jahr davor bei den Berliner Vergleichsarbeiten für die Achtklässler „Vera 8“ große Lücken gezeigt hatten.

Damals erreichten fast 40 Prozent der Achtklässler nicht einmal den Mindeststandard, den die Kultusministerkonferenz für das Lesen im Englischen aufgestellt hat. Diese hohe Quote ist vor allem darauf zurückzuführen, dass fast jeder zweite der zahlreichen Schüler mit Migrationshintergrund die Mindeststandards nicht erreicht.

Keine Besserung in Sicht

Bei den aktuellen Vera-8-Ergebnissen für das Jahr 2016 fielen die Englischergebnisse kaum besser aus. In Mathematik gibt es sogar eine weitere massive Verschlechterung. Im Bereich Deutsch unterschritten mehr als 35 Prozent die Mindestanforderungen. Diese Schüler haben kaum eine Chance, die Defizite bis Klasse 10 aufzuholen.

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Thomas Breithaupt

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