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Reportage

Statt selbst Flüchtlinge aufzunehmen, wollen die Saudis in Deutschland 200 Moscheen bauen

Von Thomas Breithaupt · · 4 Min. Lesezeit

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Saman ibn Abd al-Aziz (79), seit Januar König von Saudi-Arabien im Palast von Riad lehnt zwar Flüchtlinge in seinem Land ab, will aber Deutschland 200 neue Moscheen spendieren. (Foto: Wikimedia Commons)
Saman ibn Abd al-Aziz (79), seit Januar König von Saudi-Arabien im Palast von Riad lehnt zwar Flüchtlinge in seinem Land ab, will aber Deutschland 200 neue Moscheen spendieren. (Foto: Wikimedia Commons)
Salman ibn Abd al-Aziz (79), seit Januar König von Saudi-Arabien im Palast von Riad, lehnt zwar Flüchtlinge in seinem Land ab, will aber Deutschland 200 neue Moscheen spendieren. (Foto: Wikimedia Commons)

In den reichen saudiarabischen Ölpalästen ist scheinbar kein Platz für die muslimischen Glaubensverwandten. Der neue saudische König und Premierminister Salman ibn Abd al-Aziz (79), seit Januar König von Saudi-Arabien im Palast von Riad, der sich als „der Hüter der beiden Heiligen Stätten des Islams“ anreden lässt, stellt sich gegenüber dem Leiden der Flüchtlinge aus den arabischen Bürgerkriesregionen taub.

Seit Kriegsausbruch in Syrien vor mehr als vier Jahren ist es für Syrer beinahe unmöglich oder unerschwinglich teuer, ein Visum nach Süden auf die arabische Halbinsel zu bekommen. Die Wüstenscheichs fürchten offenbar, dass die Flüchtlinge erzählen könnten, was ihnen mit ihren Herrscherfamilien passiert ist und könnten auch in den Golfstaaten die Bevölkerung polarisieren.

Bis auf Algerien, dem Jemen, Mauretanien und dem Sudan weisen alle anderen arabischen Bruderstaaten Flüchtlinge ohne Visum an den Grenzen zurück.

Die Scheichs lenken mit dieser Abschottung die Flüchtlingsströme so ins christliche Abendland, vor allem nach Deutschland. Den Flüchtlingen kommt das insofern entgegen, dass sie nach dem erlittenen Leid nicht in ein neues Regime wollen und nach Sicherheit und Freiheit lechzen.

Wie zum Hohn appellieren die Saudis nun auch noch an die christliche Nächstenliebe und das damit verbundene deutsche Grundrecht auf Religionsfreiheit auch der muslimischen Neuankömmlinge im Norden.

Und gebärden sich hierbei  auch noch als Helfer in der Not: Die libanesische Zeitung al Diyar berichtete, Saudi-Arabien biete für die muslimischen Flüchtlinge, die in Deutschland aufgenommen werden, den Bau von 200 Moscheen an. Zwar schreibt die Zeitung, das solle in Übereinstimmung mit der Bundesregierung geschehen. Es wäre jedoch besser, würde sich Saudi-Arabien selbst der Flüchtlinge annehmen und damit seiner Führungsrolle in der „islamischen Umma“, der Gemeinschaft aller Muslime, gerecht werden.

Noch hat das Angebot der saudischen Regierung in Riad die deutsche Bundesregierung in Berlin nicht erreicht. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte dazu der „Bild“-Zeitung: „Sollte ein entsprechender Vorschlag die Bundesregierung erreichen, werden wir ihn mit aller Sorgfalt prüfen.“

Die Golfstaaten brauchen zwar selbst andauernd neue Arbeitskräfte: In Saudi-Arabien ist jeder dritte Einwohner ein Gastarbeiter, in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind acht von zehn Einwohnern keine Einheimischen.

Aber bei den Gastarbeitern stellen die Araber nur eine Minderheit. Die Golfstaaten ziehen Gastarbeiter aus stabilen und friedlichen Ländern vor. Sie bringen aus ihrer Heimat kaum Konflikte mit, sie sind gefügig und leichter auszuweisen. Die Syrer, die heute kommen, würden aber bleiben. So wie sich die Golfaraber gegenüber den Syrern verhalten, sind sie keine Brüder mehr, auch nicht im Glauben.

Muslime warnen vor Religionskrieg in Deutschland.

Wie Kopp exklusiv berichtete, hat Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, vor dem Hintergrund der Ströme von Asylbewerbern aus Nordafrika und dem Nahen Osten vor Religionskriegen in  Deutschland gewarnt.

Mazyek sei besorgt darüber, dass „religiöse Konflikte nach Deutschland getragen“ würden. Dem müsse entschieden durch Rückführungen jener entgegengetreten werden, welche sich hier nicht integrieren wollten.

Zugleich hat der Bundesnachrichtendienst die Bundesregierung darüber unterrichtet, dass die afghanische Regierung etwa eine Million Pässe an vorwiegend radikale Muslime aus verschiedenen islamischen Ländern ausgestellt hat, welche ihnen die Weiterreise nach Deutschland als „afghanische Kriegsflüchtlinge“ ermöglichten.

Auch die deutsche Botschaft in Kabul verfügt über gleichlautende Informationen und weist darauf hin, dass Deutschland der Hauptfinanzier der afghanischen Regierung ist.

Murat A. (, rechts im Bild, bürgerlich Gadhizmurad A., 30, ein russischer Staatsbürger aus Dagestan) wurde vorgestern als Imam Imam (religiös-politisches Oberhaupt) der Moschee Hicret Camii (Auswanderungsmoschee des Propheten Mohammed) in der Perleberger Straße in Moabit verhaftet, weil er Unterstützer für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rekrutiert haben soll. Die Moschee gehört dem Jugend- und Familienberatungs- und Bildungszentrums e.V. Fussilet 33 e.V. aus der Reinckendorfer Straße 30 in Gesundbrunnen. (Foto: Moschee-Wervevideo auf Youtube aus dem Jahr 2012, Murat A. mit weißer Kappe umarmt einen frisch konvertierten Deutsch-Russen
Murat A. (, rechts im Bild, bürgerlich Gadhizmurad A., 30, ein russischer Staatsbürger aus Dagestan) wurde  am 14. Oktober 2015 als Imam (religiös-politisches Oberhaupt) der Moschee Hicret Camii (Auswanderungsmoschee des Propheten Mohammed) in der Perleberger Straße in Moabit verhaftet, weil er Unterstützer für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rekrutiert haben soll. Die Moschee gehört dem Jugend- und Familienberatungs- und Bildungszentrums e.V. Fussilet 33 e.V. aus der Reinickendorfer Straße 30 in Gesundbrunnen. (Foto: Moschee-Werbevideo auf Youtube aus dem Jahr 2012, Murat A. mit weißer Kappe umarmt einen frisch konvertierten Deutsch-Russen)

Wie Berlin Journal berichtete, wurde am 14. Oktober 2015 Murat A. (30), der Imam (religiös-politisches Oberhaupt) der Moschee Hicret Camii (Auswanderungsmoschee des Propheten Mohammed) in der Perleberger Straße in Berlin Moabit, verhaftet, weil er im Internet für die terroristische Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) um Mitglieder und Unterstützer geworben haben soll.

Es wird außerdem wegen des Verdachts ermittelt, für islamistische Gruppierungen in Syrien hochwertiges Waffenzubehör wie Nachtsichtgeräte und Zielfernrohre beschafft zu haben.

 

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Thomas Breithaupt

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