Reportage
AfD bricht Gespräche mit Zentralrat der Muslime ab
Die AfD hat das Treffen mit dem Zentralrat der Muslime am Montag in Berlin abgebrochen. Deren Chef Aiman Mazyek bestand darauf, die AfD als Nazi-Partei zu bezeichnen, und forderte eine Änderung des Parteiprogramms.

Heute trafen sich in Berlin Mitglieder des Bundesvorstands der AfD mit dem Zentralrat der Muslime (ZdM). Der ZdM-Vorsitzende Aiman Mazyek hatte die AfD zu dem Treffen eingeladen, nachdem die Partei den Satz „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ in ihr Programm aufgenommen hatte.
Aiman Mazyek schimpft und fordert
Doch schon nach einer Stunde brach die AfD das Gespräch ab. Parteichefin Frauke Petry erklärte dies so:
„Wir haben das Gespräch beendet, weil Mazyek nicht bereit war, uns nicht als ‚Partei des dritten Reiches’ zu bezeichnen. Wir sollten hier und jetzt sagen, dass wir unser Programm revidieren.“
„Gerade in Anbetracht des Jahrestages unseres Grundgesetzes wiesen wir auf die Unvereinbarkeit in vielen Punkten zwischen Koran – zum Beispiel der Gleichberechtigung von Mann und Frau – und unserem Grundgesetz hin.“
„Da ein Gespräch auf Augenhöhe seitens des Zentralrats der Muslime offensichtlich nicht gewollt ist, wurde das Gespräch durch uns abgebrochen.“
„Der Islam gehört nicht zu Deutschland“
Bereits im Vorfeld des Treffens hatte Zentralratschef Aiman Mazyek der AfD „grundgesetzwidrige Positionen“ vorgeworfen, weshalb es auch innerhalb der AfD Stimmen gab, die ein Treffen mit Leuten wie Aiman Mazyek ablehnten, die einen nur beleidigen. Sie dürften sich jetzt bestätigt fühlen.
Der von Aiman Mazyek kritisierte Satz aus dem AfD-Parteiprogramm „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ wird inzwischen von 60 Prozent der Deutschen unterstützt. Denn nicht nur die AfD, sondern die Mehrheit der Deutschen fürchtet, dass der Einfluss des Islam hierzulande zu stark wird.


