Reportage
Neuer Rekord: 100 Prozent für Martin Schulz
Beim SPD-Bundesparteitag in Berlin wurde Martin Schulz zum neuen Parteichef gewählt. Er erhielt 100 Prozent der Stimmen. Damit ist er offiziell der Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel bei der Bundestagswahl.

Martin Schulz ist mit 100 Prozent zum neuen SPD-Chef und Kanzlerkandidaten gewählt worden. Auf dem SPD-Parteitag in Berlin entfielen alle 605 gültigen Stimmen der Delegierten auf ihn. Damit ist er nun auch offiziell der Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel bei der kommenden Bundestagswahl.
Gleich zu Beginn seiner Rede vor seiner Wahl zum Parteichef hatte sich Martin Schulz zuversichtlich mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September gezeigt. „Die SPD ist wieder da, wir sind wieder da. Das ist eine gute Nachricht für die Menschen im Lande“, zitiert die ihn Tagesschau.
Er bewerbe sich um den Vorsitz „der ältesten Partei in diesem Lande“, die Diktaturen und Kriege überlebt habe, sagte der frühere EU-Parlamentspräsident. Der Kampf für Freiheit und Demokratie in Deutschland werde seit mehr als 150 Jahren symbolisiert durch die drei Buchstaben S, P und D.
Bereits Ende Januar hatte der SPD-Vorstand Martin Schulz als Parteichef und Kanzlerkandidaten nominiert. Seitdem haben sich die Umfragewerte der Sozialdemokraten deutlich verbessert. Sie liegen inzwischen wieder auf Augenhöhe mit der Union. Laut der am Samstag veröffentlichten Emnid-Wahlumfrage ist sogar ein rot-rot-grünes Bündnis möglich.
- CDU/CSU 33 Prozent (0)
- SPD 32 Prozent (-1)
- AfD 9 Prozent (+1)
- Linke 8 Prozent (0)
- Grüne 8 Prozent (+1)
- FDP 5 Prozent (-1)
- Sonstige 5 Prozent (0)
In den vergangenen Wochen hat die SPD nach eigenen Angaben zudem mehr als 13.000 neue Mitglieder verzeichnet. Allerdings gibt es auch Parteiaustritte. Am Sonntag erklärte der frühere Neuköllner Abgeordnete Erol Özkaraca seinen Austritt. Grund sei der „zu tolerante Umgang“ der SPD mit dem politischen Islam und Islamisten.


