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Antifa lädt Müll vor Berliner Büros der AfD ab

Von Thomas Breithaupt · · 4 Min. Lesezeit

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Die linksextreme Antifa lud haufenweise Schutt und Asche vor der Parteizentrale der AfD in Berlin ab. (Foto: Screenshot)
Die linksextreme Antifa lud haufenweise Schutt und Asche vor der Parteizentrale der AfD in Berlin ab. (Foto: Screenshot)
Die linksextreme Antifa lud haufenweise Schutt und Asche vor der Parteizentrale der AfD in Berlin ab. (Foto: Screenshot)
Die linksextreme Antifa lud haufenweise Schutt und Asche vor der Parteizentrale der AfD in Berlin ab. (Foto: Screenshot)

Die linksextreme Antifa hat am Freitag vor der Berliner Parteizentrale der Alternative für Deutschland (AfD) verkohlte Balken eines abgebrannten Asylbewerberheims abgeladen. Daran befestigt war ein Zettel mit der Aufschrift: „August 2015 – Brandanschlag in Nauen – Wir bringen die Überreste der AfD zurück“. Im Spätsommer des letzten Jahres hatten Rechtsextreme in Nauen ein geplantes Asylbewerberheim niedergebrannt. Die AfD teilte am Freitag mit, dass mehrere Personen in weißen Schutzanzügen den Müll am Freitag vor der Geschäftsstelle in der Schillstraße abgeladen und anschließend gegen die Tür getreten hätten.

„Wir sind alle fast von unseren Stühlen gekippt, als vorhin gegen die Tür getreten wurde“, zitiert Morgenpost den AfD-Parteisprecher Christian Lüth. Die stets verschlossene Tür der Geschäftsstelle sei dabei nicht zu Schaden gekommen. Die rund 30 maskierten Männer hätten weiße Maleranzüge getragen, so Lüth. Sie hätten die verkohlten Holzbalken vor der Tür abgeladen und mit rotem Absperrband umgrenzt. Einige der Männer betraten mit Kübeln voller Bauschutt und Asche das Gebäude und luden den Müll vor dem Parteibüro ab. Zu den Hintergründen der Tat konnte der AfD-Sprecher zunächst keine Angaben machen.

"Return to Sender" - "Zurück an Absender" tauften die Linksextremen ihre fragwürdige Aktion. (Foto: Screenshot)
„Return to Sender“ – „Zurück an Absender“ tauften die Linksextremen ihre fragwürdige Aktion. (Foto: Screenshot)

Ableger der Antifa bekennt sich zu der Protestaktion

Inzwischen hat sich die linksextreme Gruppe „Nationalismus ist keine Alternative“ zu der Tat bekannt. Der Antifa-Ableger hat das selbst erklärte Ziel „die AfD als das organisatorische Rückgrat des neuen rechten Vormarsches bundesweit anzugehen.“ Auf Facebook veröffentlichte die Gruppe eine Stellungnahme inklusive Video der Tat. Dort heißt es: „In Nauen wurde vergangenen August eine Unterkunft für Geflüchtete von Rassisten niedergebrannt – die AfD ist mit ihrer Hetze direkt dafür verantwortlich. Sie ist Brandstifter in Nadelstreifen und Lautsprecher der Gewalt in einem.“

Im brandenburgischen Nauen war im August 2015 eine Sporthalle niedergebrannt, in der 100 Asylbewerber vorübergehend untergebracht werden sollten. Inwiefern die AfD für den Brandanschlag verantwortlich gemacht werden kann, ist mehr als fraglich. Sogar die Linksextremen mussten in einer Stellungnahme einräumen, dass die AfD nicht direkt für die Vorfälle in Nauen verantwortlich gemacht werden könne. Die Antifa-Aktivisten  „[…] würden auch nicht so weit gehen und sagen, da steckt der Parteivorstand dahinter“, so ein Sprecher der Gruppe gegenüber VICE. „Aber das sind geistige Brandstifter.“

NPD-Politiker steckt hinter Nauener Brandanschlag

Ermittler der Polizei haben inzwischen mehrere Brandanschläge im Havelland aufgeklärt, wie der Tagesspiegel berichtet. In einer gemeinsamen Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Potsdam und der Polizeidirektion West wurde die Öffentlichkeit über die bisherigen Erkenntnisse informiert. Hinter dem Nauener Brandanschlag auf die geplante Asylunterkunft stecke demnach eine fünfköpfige Neonazi-Zelle um den 29-jährigen NPD-Politiker Maik Schneider. Die Ermittler vermuten die Zelle auch hinter zahlreichen Übergriffen auf Linke-Politiker und hinter Flugblättern, die zum Bombenbau gegen Flüchtlinge aufriefen.

Die linksextreme Antifa-Gruppe habe in Nauen nur „die Folgen der AfD-Politik eingesammelt und zum Absender zurückgebracht“, heißt es in der Facebook-Stellungnahme weiter. Doch die AfD habe die Annahme verweigert, schreiben die Antifa-Aktivisten in ihrem Beitrag höhnisch. Die Linksextremisten drohten der AfD für die Zukunft mit weiteren Straftaten: „Das war erst der Anfang und es kann ja nicht immer nur Torten geben. Wem zu diesen Zuständen nichts Besseres als ihre Verschärfung einfällt, der hat mit unserem Widerstand zu rechnen. Die Gelegenheiten dafür sind zahlreich, Ideen gibt es viele und die Nächte sind lang.“

Erst kürzlich sorgten linke Aktivisten für Aufsehen, als sie eine geschlossene Parteiveranstaltung der AfD stürmten und der Parteivorsitzenden und Berliner AfD-Chefin Beatrix von Storch eine Torte ins Gesicht warfen. Hinter der Aktion steckte der 31-jährige Berliner Jean Mathias Francois Peters vom sogenannten „Peng! Collective“, das der AfD den „tortalen Krieg“ erklärt hat. Von Storch nahm es gelassen und schrieb zu dem Vorfall: „Das nächste mal aber lieber Erdbeerkuchen. Sahne macht doch dick.“

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Thomas Breithaupt

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