Reportage
Lammert nach Einheitsfeier enttäuscht über die Deutschen
Bundestagspräsident Norbert Lammert ist enttäuscht von den Deutschen. Denn bei der Einheitsfeier in Dresden gab es lautstarke Proteste gegen die Bundesregierung, und die Mehrheit der anwesenden Deutschen nahm das einfach hin.

Nach den lautstarken Protesten gegen die Bundesregierung am Rande der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Dresdner Innenstadt hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) die Reaktionen der übrigen Festteilnehmer kritisiert.
Norbert Lammert ist „ernüchtert“
„Was mich ernüchtert hat: Dass eine so kleine, lautstarke Minderheit von der großen Mehrheit das Feld überlassen bekommen hat“, sagte der Präsident des Deutschen Bundestags der Rheinischen Post über die Vorfälle in Dresden vom Montag.
Zu Beginn des zentralen Festakts zum Tag der Deutschen Einheit war es zu Protesten gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck gekommen. Die Demonstranten riefen „Volksverräter”, „Haut ab” und „Merkel muss weg”. Für Merkel, Lammert und Gauck wurde die Einheitsfeier Dresden zu einem Spießrutenlaufen.
Doch nicht nur weigerte sich die Mehrheit der anwesenden Deutschen, sich den Protesten gegen die Bundesregierung entgegenzustellen. Ein sächsischer Polizist wünschte den Teilnehmern der Pegida-Demonstration sogar per Megaphon einen „erfolgreichen Tag“. Wie auf dem Video zu sehen ist, waren die Protestierenden davon sichtlich überrascht.


