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Reportage

Nigel Farage von EU-Abgeordneten in Brüssel ausgebuht

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Nigel Farage von EU-Abgeordneten ausgebuht
Nigel Farage freute sich über den Brexit, die Buh-Rufe der EU-Abgeordneten amüsierten ihn zusätzlich. (Screenshot: YouTube)

Noch bevor Nigel Farage seine Rede vor dem EU-Parlament beginnen konnte, wurde er schon ausgebuht. Als der Ukip-Chef vor 17 Jahren den Kampf für den Brexit begann, lachten die EU-Abgeordneten noch über ihn.

Nigel Farage von EU-Abgeordneten ausgebuht
Nigel Farage freute sich über den Brexit. Die Buh-Rufe der EU-Abgeordneten amüsierten ihn zusätzlich. (Screenshot: YouTube)

Nach seiner Rede vor dem EU-Parlament am Dienstag wurde der britische Abgeordnete Nigel Farage ausgebuht. Von Anfang an wurde seine Rede über den Brexit von wütenden Zwischenrufen und Pfiffen begleitet. Parlamentspräsident Martin Schulz musste die Abgeordneten mehrfach zur Ordnung rufen.

„Wie sich die Dinge verändert haben“, begann Nigel Farage seine Rede. „Als ich vor 17 Jahren hierher kam und sagte, dass ich eine Kampagne führen will, um Großbritannien aus der EU zu bekommen, haben Sie alle über mich gelacht. Ich muss sagen: Jetzt lachen Sie nicht mehr, oder?“

Farage warf seinen Kollegen vor, dass sie den Kopf in den Sand stecken. Sie wollten es nicht wahrhaben, dass der Euro scheitert. „Es ist Ihnen sehr gut gelungen, Armut nach Griechenland zu bringen“, so der Vorsitzende der UK Independence Party (Ukip).

Nigel Farage erklärt den Brexit

Der Ruf der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, so viele Menschen wie möglich über das Mittelmeer nach Europa zu holen, habe zu massivem Streit zwischen den Staaten Europas und auch innerhalb der Staaten geführt.

„Aber Ihr größtes Problem und der Hauptgrund, warum Großbritannien so gewählt hat, dass Sie durch Geheimhaltung, durch Täuschung, ohne dem britischen und den anderen Völkern Europas jemals die Wahrheit zu sagen, ihnen eine politische Vereinigung auferlegt haben.“

„Und als die Menschen im Jahr 2005 in den Niederlanden und in Frankreich gegen diese politische Vereinigung abstimmten, als sie die Verfassung ablehnten, haben Sie die Menschen einfach ignoriert und die Verfassung von Lissabon durch die Hintertür hereingebracht.“

Die Briten hätten am letzten Donnerstag für den Brexit gestimmt, weil sie ihr Land und ihre Grenzen zurück wollten, weil sei ein normaler Nationalstaat sein wollten. Das sei auch ein Hoffnungsschimmer für andere Staaten in Europa. „Großbritannien wird nicht das letzte Mitgliedsland sein, das die Europäische Union verlässt“, sagte Nigel Farage.

Großbritannien wird Ihr Freund sein

„Ich weiß, dass die meisten von Ihnen noch nie im Leben einen anständigen Job hatten oder in der Industrie oder im Handel gearbeitet haben oder einen Arbeitsplatz geschaffen haben.“ An dieser Stelle war der Aufruhr im EU-Parlament so stark, dass erneut Parlamentspräsident Martin Schulz eingreifen musste.

Dann konnte Farage eine Rede fortsetzen und die EU-Staaten dazu auffordern, auch weiterhin zu beiderseitigem Nutzen Handel mit Großbritannien zu treiben. „Großbritannien wird Ihr Freund sein.“ Sollte aber die EU damit beginnen, Zölle gegen Großbritannien einzuführen, dann werde das den EU-Staaten mehr schaden als Großbritannien.

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Thomas Breithaupt

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