Reportage
Michael Müller lobt rot-rot-grüne Zusammenarbeit
Regelmäßig treffen sich Abgeordnete von SPD, Linken und Grünen aus ganz Deutschland, um mögliche Bündnisse zu diskutieren. Bei einem solchen Treffen lobte nun der Regierende Bürgermeister Michael Müller die rot-rot-grüne Zusammenarbeit in Berlin.

Regelmäßig treffen sich Abgeordnete von SPD, Grünen und Linken, um Möglichkeiten für rot-rot-grüne Bündnisse auszuloten. Am Dienstag nahmen auch Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) an einem solchen Treffen teil.
Die beiden Ministerpräsidenten berichteten den rund 90 Abgeordneten von ihren Koalitionen, an denen SPD, Grüne und Linke beteiligt sind. Michael Müller und Bodo Ramelow hätten positive Zwischenbilanzen ihrer Regierungsbündnisse gezogen, berichteten am Dienstagabend mehrere Bundestagsabgeordnete der drei beteiligten Parteien.
SPD-Fraktionsvize Axel Schäfer sprach gegenüber Reuters von einer „sehr guten Diskussion“, berichtet die FAZ. Er ist einer der Organisatoren der Treffen und gehört zu der Gruppe von Parlamentariern, die sich regelmäßig treffen, um die Gemeinsamkeiten von „r2g“ mit dem Ziel möglicher Regierungsbildungen auszuloten.
Auch die Fraktionsvizechefin der Grünen, Katja Dörner, wertete die gemeinsame Sitzung als „sehr ermutigend“. Michael Müller und Bodo Ramelow hätten berichtet, wie in ihrer jeweiligen Dreierkonstellation Vertrauen aufgebaut werden konnte. Es müsse Alternativen zur großen Koalition geben.
Ähnlich äußerte sich Jan Korte. Der Fraktionsvize der Linken sah in den Berichten der beiden Ministerpräsidenten den Nachweis, dass man erfolgreich eine andere Politik als die der großen Koalition machen kann. Allerdings hätten die Regierungsbündnisse in Thüringen und in Berlin Startschwierigkeiten gehabt.


