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Martin Schulz: „AfD gehört nicht zu Deutschland“

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Martin Schulz ist der Ansicht, dass Deutschland nicht den Deutschen gehört, er will nicht die Macht übernehmen und er findet die Medien nicht volksfeindlich. (Screenshot: YouTube)
Martin Schulz ist der Ansicht, dass Deutschland nicht den Deutschen gehört, er will nicht die Macht übernehmen und er findet die Medien nicht volksfeindlich. (Screenshot: YouTube)

Nach Ansicht des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz gehört die AfD nicht zu Deutschland. Denn in der Partei gibt es laut Chat-Protokollen Leute, die forderten „Deutschland den Deutschen“.

Martin Schulz ist der Ansicht, dass Deutschland nicht den Deutschen gehört, er will nicht die Macht übernehmen und er findet die Medien nicht volksfeindlich. (Screenshot: YouTube)
Martin Schulz ist der Ansicht, dass Deutschland nicht den Deutschen gehört, er will nicht die Macht übernehmen und er findet die Medien nicht volksfeindlich. (Screenshot: YouTube)

Martin Schulz sprach am Sonntag auf dem außerordentlichen SPD-Bundesparteitag. Dort wurde das Wahlprogramm der Sozialdemokraten für die Bundestagswahl 2017 beschlossen. Es gab keine Gegenstimmen. Allerdings gab es eine Enthaltung. „Mit dem rede ich dann gleich mal“, sagte dazu der SPD-Kanzlerkandidat.

In seiner Rede hat der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die Alternative für Deutschland als „NPD light“ bezeichnet. Der oberste Sozialdemokrat in Deutschland begründet diese These mit drei Zitaten aus einer internen Chatgruppe der AfD in Sachsen-Anhalt an, die vor wenigen Tagen durch die Medien gingen.

Martin Schulz weist als erstes darauf hin, dass man in dem „Online-Stammtisch“ der AfD hat lesen können „Deutschland den Deutschen“. Als zweites kritisiert er, dass man in der AfD-Chatgruppe eine „Machtübernahme“ anstrebe. Und als drittes kritisiert der SPD-Kandidat, dass man bei der AfD von „volksfeindlichen Medien“ spricht.

„Wenn es eines Beweises bedurfte, dass die AfD in Wirklichkeit eine NPD light ist, dann ist er mit diesem Internetportal erbracht“, zitiert die WELT Martin Schulz, und weiter: „Nee, Leute, diese Partei gehört nicht zu Deutschland.“ Die SPD müsse alle Kräfte mobilisieren und dafür sorgen, dass die AfD nicht dem nächsten Bundestag angehöre.

Nach Ansicht von Martin Schulz kann es noch verhindert werden, dass die AfD in den Bundestag einzieht. Tatsächlich hat die AfD in mehreren Umfragen zur Bundestagswahl 2017 zuletzt leicht verloren. In der Emnid-Umfrage hingegen liegt sie seit Mitte Mai bei 8 Prozent. Hier die aktuellen Werte:

  • CDU/CSU 39 Prozent (wie in der Vorwoche)
  • SPD 24 Prozent (-1)
  • Die Linke 9 Prozent (0)
  • AfD 8 Prozent (0)
  • Grüne 8 Prozent (+1)
  • FDP 7 Prozent (0)
  • Sonstige 5 Prozent (0)

Nach diesen am Samstag veröffentlichten Zahlen reicht es derzeit weder für Schwarz-Gelb noch für Rot-Rot-Grün. Emnid befragte dafür in der vergangenen Woche 1.363 Wahlberechtigte.

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Thomas Breithaupt

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