Reportage
Marine Le Pen stellt Nato-Mitgliedschaft infrage
Der Front National will die Franzosen nicht nur über einen möglichen EU-Austritt abstimmen lassen. Marine Le Pen stellt auch die Nato-Mitgliedschaft ihres Landes infrage. In Umfragen zur Präsidentenwahl liegt sie nur knapp hinter dem Rothschild-Banker Emmanuel Macron.

Sollte Marine Le Pen bei der Präsidentenwahl in Frankreich gewinnen, will der Front National die Franzosen über einen EU-Austritt ihres Landes abstimmen lassen. Zudem stellt der FN nun auch die Nato-Mitgliedschaft des Landes infrage. Er will mehr für die Verteidigung ausgeben und die Wehrpflicht wiedereinführen, wie aus dem Wahlprogramm hervorgeht.
Zu den Zielen des Front National gehören auch etwa eine massive Verstärkung der Sicherheitskräfte, der Austritt aus dem Schengen-Raum und die Wiedereinführung einer französischen Währung. Ausländische Straftäter sollten automatisch des Landes verwiesen werden.
Außerdem tritt die Partei gegen internationale Freihandelsabkommen wie Ceta oder TTIP an und fordert stattdessen einen „intelligenten Protektionismus“. Heimische Bauern und Fischer sollen unterstützt werden, berichtet die NOZ. Die Mehrwertsteuer solle nicht angehoben und die Einkommensteuer gesenkt werden.
Zwar wird Marine Le Pen voraussichtlich die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen erreichen. Doch in der Stichwahl im Mai gegen den früheren französischen Wirtschaftsminister und Rothschild-Banker Emmanuel Macron wird sie laut Umfragen voraussichtlich knapp scheitern.
Wie der Front National von Marine Le Pen so will auch Emmanuel Macron mehr Polizisten und Gendarmen einstellen. Nach dem Macheten-Angriff mit „Allahu Akbar“ auf vier Soldaten am Freitag am Pariser Louvre forderte der unabhängige Präsidentschaftskandidat einen verstärkten Kampf gegen den Terrorismus.
Und wie der Front National so will auch Emmanuel Macron mehr für die Verteidigung ausgeben. Er will den französischen Militärhaushalt von derzeit 1,8 Prozent auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung anheben. Allerdingte forderte er auch eine verstärkte europäische Zusammenarbeit bei der Verteidigung.


