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Seehofer: Abschiebungen sind „fast unmöglich“

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Nach Ansicht von Horst Seehofer sind Abschiebungen aus Deutschland „fast unmöglich“. (Screenshot: YouTube)
Nach Ansicht von Horst Seehofer sind Abschiebungen aus Deutschland „fast unmöglich“. (Screenshot: YouTube)

Nach Ansicht von CSU-Chef Horst Seehofer ist es „fast unmöglich, die Migranten wieder zurückzuführen, wenn sie einmal im Land sind.“ Denn viele von ihnen hätten bereits hier Wurzeln geschlagen oder keine Papiere.

Nach Ansicht von Horst Seehofer sind Abschiebungen aus Deutschland „fast unmöglich“. (Screenshot: YouTube)
Nach Ansicht von Horst Seehofer sind Abschiebungen aus Deutschland „fast unmöglich“. (Screenshot: YouTube)

Zwar steht die Forderung nach einer gesetzlichen Obergrenze für die Aufnahme von Migranten nicht im Wahlprogramm der Union. Doch CSU-Chef Horst Seehofer hält weiterhin an deren Notwendigkeit einer Obergrenze von maximal 200.000 Migranten pro Jahr fest.

Denn Asylbewerber, die einmal im Land sind, könne man kaum wieder abschieben. Nach Ansicht von Horst Seehofer ist es unrealistisch, die rund 250.000 schon abgelehnten Asylbewerber wieder aus Deutschland abzuschieben.

„Ich sage das aus meinen neun Jahren Erfahrung als Ministerpräsident“, zitiert der FOCUS den bayerischen Ministerpräsidenten. Und weiter: „In der Frage der Abschiebung herrscht in Deutschland eine große Illusion.“

Es sei „fast unmöglich, die Migranten wieder zurückzuführen, wenn sie einmal im Land sind“, so Horst Seehofer. Dass abgelehnte Asylbewerber nicht aus Deutschland abgeschoben werden können, habe viele Gründe.

Es gibt massenhaft Klagen vor Gerichten gegen Abschiebung, in den meisten Fällen fehlen Papiere, und ohne Papiere nimmt das Herkunftsland die Leute nicht zurück, in anderen Fällen gibt es gesundheitliche Atteste.

Wieder andere haben hier Wurzeln geschlagen und einen Schutzpatron, der sich für ihren Verbleib im Lande einsetzt. Das ist die Realität der Bundesrepublik 2017.

Nach Ansicht des CSU-Chefs muss künftig schon an den EU-Außengrenzen entschieden werden, wer überhaupt einreisen dürfe. Das sei „viel christlicher und humaner“, als die Menschen in ganz Europa herumzufahren zu lassen und ihnen am Ende zu sagen, dass sie nicht bleiben dürfen.

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Thomas Breithaupt

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