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Reportage

Ströbele: „Ohne mich wäre Merkel nicht Kanzlerin“

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Hans-Christian Ströbele kürzlich beim G20-Gipfel in Hamburg. (Screenshot: YouTube)
Hans-Christian Ströbele kürzlich beim G20-Gipfel in Hamburg. (Screenshot: YouTube)

Hans-Christian Ströbele nimmt für sich in Anspruch, dass Angela Merkle ohne seine „bescheidene Mitwirkung“ nicht Bundeskanzlerin geworden wäre. Grund ist der Einsatz des Berliner Grünen-Politikers im Bundestag.

Hans-Christian Ströbele kürzlich beim G20-Gipfel in Hamburg. (Screenshot: YouTube)
Hans-Christian Ströbele kürzlich beim G20-Gipfel in Hamburg. (Screenshot: YouTube)

Der Berliner Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele hat nach eigenen Angaben mit dazu beigetragen, Angela Merkel (CDU) an die Macht zu bringen. Er sagt: „Ohne meine bescheidene Mitwirkung wäre Angela Merkel wahrscheinlich 2005 nicht Kanzlerin geworden.“

Hans-Christian Ströbele bezieht sich mit dieser Äußerung auf die Zeit der CDU-Spendenaffäre. Nachdem die Unionsparteien im Jahr 1998 die Bundestagswahl verloren hatten, holte die Spendenaffäre rasch auch den neugewählten CDU-Parteivorsitzenden Wolfgang Schäuble ein.

Als Wolfgang Schäuble in einer Bundestagsdebatte seine Position verteidigte, fragte ihn Hans-Christian Ströbele, ob er selbst Geld angenommen habe. Der damalige CDU-Chef verneinte dies, musste sich aber bald darauf korrigieren und zurücktreten.

Auf diese Weise habe seine Frage Angela Merkel den Weg an die Spitze der CDU und der Bundesregierung gebahnt, sagte Ströbele im Interview der ZEIT. Der 78-Jährige verlässt mit Ende dieser Legislaturperiode aus Altersgründen den Bundestag.

Hans-Christian Ströbele gegen Ludger Volmer

In demselben Interview bezichtigt der Grünenpolitiker zudem seinen ehemaligen Fraktionskollegen Ludger Volmer der Lüge.

Dieser hatte in seinem Buch behauptet, dass acht Bundestagsabgeordnete der Grünen vor der Abstimmung über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr im Jahr 2001 geknobelt hätten, wer mit Nein abstimmen darf.

Es sei damals darum gegangen, wer den Bundeskanzler der damaligen rot-grünen Koalition, Gerhard Schröder, retten muss. Ströbele habe ein „Nein“ erwischt, wodurch er seinen „Rebellennimbus“ habe retten können.

Diese Darstellung von Ludger Volmer sei „eine bösartige Lüge“, sagt nun Ströbele. „So eine Gewissensentscheidung mit Streichhölzern oder Ähnlichem auszuknobeln, wäre nun wirklich unter unserer Würde.“

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