Reportage
Grüne rutschen im Saarland unter 5 Prozent
Gut zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl im Saarland sind die Grünen und die FDP in der aktuellen INSA-Wahlumfrage unter 5 Prozent gerutscht. Dadurch ergibt sich eine knappe Mehrheit für Rot-Rot.

Am 26. März wählt das Saarland einen neuen Landtag gewählt. Laut der am Dienstag veröffentlichten INSA-Umfrage hat die SPD deutlich in der Wählergunst zugelegt. Die Sozialdemokraten sind neun Prozentpunkte stärker als noch bei der letzten INSA-Umfrage Anfang Januar.
- CDU 36 Prozent (+1)
- SPD 33 Prozent (+9)
- Die Linke 12 Prozent (-4)
- AfD 7 Prozent (-3)
- FDP 4 Prozent (-1)
- Grüne 4 Prozent (-2)
- Sonstige 4 Prozent (0)
Möglich wäre demnach sowohl die Fortsetzung der großen Koalition aus CDU und SPD als auch ein Bündnis aus SPD und Linken. Allerdings wäre die Mehrheit für Rot-Rot mit nur 45 Prozent sehr knapp. Ein schwarz-rotes Regierungsbündnis käme hingegen auf 69 Prozent der Stimmen.
Die Grünen würden laut der INSA-Umfrage aus dem Landtag fliegen. Erstmals seit der letzten Wahl liegen sie unter 5 Prozent. Die FDP würde den Wiedereinzug verpassen. Falls es eine dieser beiden kleinen Parteien doch in den Landtag schafft, reicht es nicht mehr für Rot-Rot.
„Kanzlerkandidat Martin Schulz stärkt offensichtlich die SPD, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die CDU. Viel hängt davon ab, wie Grüne und FDP abschneiden“, zitiert die Bild den INSA-Chef Hermann Binkert.
Dieser witzige Wahlwerbespot mit der grünen Spitzenkandidatin Barbara Meyer-Gluche für die Grünen könnte das Ruder möglicherweise noch herumreißen und den Weg für Rot-Rot-Grün freimachen.


