Egon Krenz kritisiert Fake News über die DDR

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Über Jahrzehnte bestimmte Egon Krenz mit über die Geschicke der DDR. Er kritisiert, dass heute oft Fake News über seine frühere Heimat verbreitet werden. Zudem machten die Geheimdienste auch heute schlimme Dinge, wie früher die Stasi.

Egon Krenz Fake News DDR
Egon Krenz wird am Sonntag 80 Jahre alt. (Screenshot: YouTube)

Egon Krenz galt als treuer Gefolgsmann von Erich Honecker. Über Jahrzehnte hat er die DDR entscheidend mitgeprägt. In der Wendezeit war er sogar Generalsekretär des Zentralkomitees der SED und Vorsitzender des Staatsrates und stand somit ganz oben an der Spitze des Landes. Am Sonntag wird er 80 Jahre alt.

Wenn Egon Krenz heute Geschichten über die DDR liest oder hört, dann erkennt er darin oft seine frühere Heimat kaum wieder. „Ich erwarte keine Loblieder, die Wahrheit aber schon“, zitiert ihn die Berliner Zeitung Und die Wahrheit sei viel differenzierter, als die Medien oder die Politik sie heute widerspiegeln.

„Es hat nicht nur Widerständler gegeben, sondern Millionen Menschen, die gerne in der DDR gelebt und das Land aufgebaut haben“, sagt Egon Krenz, der sich noch immer gern in die Politik einmischt. Er gehe auf Versammlungen, halte Vorträge und freue sich über die meist ausverkauften Veranstaltungen.

Seine Meinung zähle noch im Osten, sagt der frühere Staatsmann, vor allem bei den älteren Menschen. Oft treffe er Leute, die es schade finden, dass es die DDR nicht mehr gibt. „Das Gerechtigkeitsgefühl ist noch sehr ausgeprägt.“ Das gelte vor allem dann, wenn es um den Vergleich mit der Bundesrepublik geht.

Zur historischen Wahrheit gehört für Egon Krenz auch seine Rolle am 9. November. Er sei im Besitz der militärischen Gewalt gewesen und wäre laut Verfassung sogar verpflichtet gewesen, die Grenzen der DDR zu schützen. Denn habe er „einen Befehl zur Gewaltlosigkeit gegeben, jedoch nicht damit deutsche Soldaten wieder wie in Afghanistan im Ausland sterben“.

Der einstige Generalsekretär des ZK der SED bestreitet nicht, dass es in der DDR auch Missstände und viele Unzufriedene gab. Aber die anderen Staaten seien darin nicht besser. Das gelte auch für die Staatssicherheit, die auch Dinge getan habe, die nicht gut waren. „Aber wir haben doch auch heute Geheimdienst-Probleme in Deutschland.“

Egon Krenz verweist auf die unzufriedenen Menschen, die heute in Deutschland und in Europa leben. Zu DDR-Zeiten habe es mit der BRD eine System-Alternative gegeben. Heute gebe es das nicht mehr. Aber wer sich heute gegen die Politik der Regierung stelle, werde schnell „Populist“ abgewertet.

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25 KOMMENTARE

    • Hier geht das Licht auch bald aus! Höchste Zeit ,dass unsere Dame und ihr Anhang geht. Und der Reste dieser ganzen kunterbunten Elite darf gleich mit gehen! Dann haben wir Bürger vielleicht noch eine Chance neu zu beginnen!

    • Es liegt allein an uns, auch mit Wahlbetrug kann man ein Volk nicht ewig unterdrücken wie die Geschichte gezeigt hat. Leider haben wir verpasst denen auf die Finger zu schauen und nicht gemerkt was sie aus unseren Kindern mit ihrer gezielten Ideologie gemacht haben. Die begreifen gar nicht, dass das Leben nicht aus Multikulti und Chillen besteht sondern harte Arbeit ist. Und das das mit dem Jobverlust erst im reifen Alter kommt und der Weg bis zur Rente bis 70? lang und hart ist.
      Nur dann ist es zu spät.

  1. Herr Krenz müßte sich doch eigentlich freuen. Unser Staat geht in einigen Bereichen mit Riesenschritten auf die DDR zu: Bespitzelungen mißliebiger Personen und Meinungen, staatlich geförderte Denunziation (z.B. durch die Ex-Stasi-Mitarbeiterin Kahane), Versuche der Einschränkung der Meinungsfreiheit durch den Bundesjustizminister, Nachfolgepartei der SED etabliert …

  2. also ich persönlich vermisse die DDR bestimmt nicht,aber heut zu Tage sind die mit ihren abhören und denoziren viel schlimmer geworden.in der DDR haben sie ein noch am leben gelassen heute sind wir denen da oben scheiß egal.

  3. Die Bevölkerung der DDR war nicht einmal zum kleinsten Teil so gespalten wie heute in der BRD. Heute haben die Leute viel mehr Angst ( Leider) die Wahrheit auszusprechen. Besonders zum Problem Asylantenpolitik. Wenn man einen Arbeitgeber hat der seiner Karriere wegen Politisch Korrekt ist und deswegen schleimen will, getraut sich der Arbeitnehmer nichts gegenteiliges zu sagen ( höchstens mal am Stammtisch ) ansonsten wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit gekündigt.Und Zusammenhalt ist leider so nicht möglich.Dies gab es nur in der DDR und ist leider in der BRD nicht erwünscht. Und die Bürger lassen es auch zu ,leider.

  4. Gorbatschow und Kohl hatten abgesprochen dass Die Panzer nicht rausgeschickt werden und Kohl hat garantiert dass den russischen Soldaten nichts passiert. Daran konnte Krenz nichts ändern. Ausserdem ist er mitverantwortlich für die Mauertoten.

  5. Wir haben in der DDR ruhiger gelebt als heute. Wir hatten auch Ausländer im Land,diese haben sich aber gut benommen. Es gab kaum Vergewaltigungen, Frauen konnten nach Einbruch der Dunkelheit unbesorgt auf die Straße gehen. Solche Verbrecher die heute frei rumlaufen, gab es nicht. Haben sich Ausländer was zuschulden kommen lassen, sind sie rausgeflogen oder kamen in den Knast. Aber ohne Therapie und Wahlessen. Es war nicht alles gut, aber heute ist es schlimmer. Wir sind rechtloser als in der DDR. Trotz „Demokratie“.Niemand kann über die DDR urteilen,der dort nicht gelebt hat !!!!!!Man konnte immer seine Meinung sagen,nur nichts gegen die SED .Das darf man aber heute auch nicht, dann heulen die alten Parteien laut auf und man ist ein Nazi oder Rechts .Viele Leute haben Angst um ihren Arbeitsplatz, sagen lieber nichts. Herr Krenz hat Recht,man muß schon ehrlich sein.

  6. Fake news über die DDR? Kümmert sich noch jemand darum? Als existiere die DDR heute noch…ausgediehnte Genossen können nicht aus der Vergangenheit raus.

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