Reportage
Trump kritisiert Merkel für offene Grenzen
Nach Ansicht von Donald Trump hätte Angela Merkel nicht die Grenzen für illegale Migranten öffnen dürfen. Sicherheitszonen etwa in Syrien wären billiger gewesen als das Trauma, das Deutschland jetzt durchmache.

Nicht nur Erika Steinbach, sondern auch der designierte US-Präsident Donald Trump verurteilt die Migrationspolitik von Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin habe „einen äußerst katastrophalen Fehler gemacht, und zwar all diese Illegalen ins Land zu lassen“, sagte Donald Trump der BILD.
Von den Folgen dieser Politik der offenen Grenzen habe Deutschland jüngst einen deutlichen Eindruck bekommen. Er sei erstaunt gewesen, dass die Deutschen diesen politischen Kurs eingeschlagen hätten. „Dabei war Deutschland einmal bei Einreisebestimmungen eines der strengsten Länder der Welt“, so Donald Trump.
Statt Flüchtlinge ins Land zu lassen, hätte Deutschland sich nach Ansicht des Amerikaners stärker für Sicherheitszonen etwa in Syrien stark machen sollen. „Die Golfstaaten hätten dafür zahlen sollen, die haben doch schließlich Geld wie kaum ein anderer.“ Das wäre wesentlich billiger gewesen als das Trauma, das Deutschland jetzt durchmache.
Dennoch habe er stets „großen Respekt“ vor der Bundeskanzlerin gehabt, so der künftige US-Präsident. Angela Merkel sei „mit Abstand einer der wichtigsten Regierungschefs“.
Für die USA kündigte Trump verschärfte Grenzkontrollen an. „Es wird extreme Sicherheitsüberprüfungen geben, es wird nicht so sein wie jetzt“, sagte er. Die Einreisebestimmungen seien derzeit nicht ausreichend.
Wir wollen nicht, dass Leute aus Syrien zu uns kommen, von denen wir nicht wissen, wer sie sind. Es gibt keine Möglichkeit für uns, diese Leute zu überprüfen.
Die Migrationspolitik der EU ist nach Ansicht von Donald Trump auch einer der Gründe für den Brexit gewesen. Wenn die Briten nicht gezwungen worden wären, so viele Migranten aufzunehmen, dann wäre es nicht zum Brexit gekommen. Und er erwartet, dass weitere EU-Staaten dem Vorbild Großbritanniens folgen und aus der EU austreten werden.
„Menschen, Länder wollen ihre eigene Identität, Großbritannien wollte seine eigene Identität“, sagte Donald Trump. „Die Leute wollen nicht, dass andere Leute in ihr Land kommen und es zerstören.“ Der Brexit werde sich für die Briten aber „letztlich als eine großartige Sache herausstellen“.


