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Umweltministerin Hendricks verhängt Fleischverbot

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Barbara Hendricks Fleischverbot
Barbara Hendricks Fleischverbot

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat angeordnet, dass bei Veranstaltungen in ihrem Ministerium nur noch vegetarische Kost serviert werden darf. Man wolle Vorbild sein im Kampf gegen den Fleischkonsum.

Barbara Hendricks Fleischverbot
Nach ihren elf neuartigen Bauernweisheiten sorgt Umweltministerin Barbara Hendricks nun auch mit einem Fleischverbot für Aufsehen. (Screenshot: YouTube)

Auf Anweisung von Ministerin Barbara Hendricks (64, SPD) erhalten Gäste des Bundesumweltministeriums seit Anfang Februar nur noch vegetarische Kost. Denn die Behörde müsse ein Vorbild sein.

„Dienstleister/Caterer, die Veranstaltungen des BMUB beliefern, […] verwenden weder Fisch oder Fischprodukte noch Fleisch oder aus Fleisch hergestellte Produkte“, zitierte BILD aus einer Anweisung, die Barbara Hendricks’ Staatssekretär Jochen Flasbarth per E-Mail an die Abteilungsleiter verschickt hat.

Neben dem Verzicht auf Fisch und Fleisch sollten demnach außerdem nur Produkte aus der ökologischen Landwirtschaft verwendet werden sowie „saisonale und regionale Lebensmittel mit kurzen Transportwegen“ und bevorzugt Produkte aus „fairem Handel“.

Der Grund für die Anweisung zum Verzicht auf Fisch und Fleisch der Bundesumweltministerin ergebe sich aus der „Vorbildfunktion“ der Behörde im Kampf gegen die „Auswirkungen des Konsums von Fleisch“.

Allerdings gilt diese Vorgabe, ausschließlich vegetarische Speisen anzubieten, laut einem Ministeriumssprecher nur für Veranstaltungen im eigenen Haus. Dazu zählten Fachtagungen und Pressegespräche.

In der Kantine des Umweltministeriums soll es auch weiterhin Fleisch- und Fischgerichte geben. Dennoch kritisiert gibt es Kritik von einem Kabinettskollegen der Umweltministerin Barbara Hendricks.

Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) sagte zu BILD. „Mit mir gibt es keinen Veggie-Day durch die Hintertür.“ Zu einer ausgewogenen Ernährung gehörten auch Fisch und Fleisch. Zudem setze er auf Wahlfreiheit statt Bevormundung.

Die Idee eines „Veggie-Day“ stammt von den Grünen. Diese hatten vor der Bundestagswahl 2013 einen fleischfreien Donnerstag in staatlichen Kantinen gefordert. Nach massiver Kritik aus der Bevölkerung begruben sie die Idee aber wieder.

Die Bundesumweltministerin hatte in der vergangenen Woche erst  für Aufsehen gesorgt, als sie die Öffentlichkeit mit elf Reimen in der Form von Bauernregeln überraschte. Allerdings waren viele Bauern gar nicht erfreut über die neue Kampagne des Hendricks-Ministeriums, wie ein Beitrag des BR (siehe unten) zeigt.

  1. Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.
  2. Gibt’s nur Mais auf weiter Flur, fehlt vom Hamster jede Spur.
  3. Zu viel Dünger auf dem Feld geht erst ins Wasser dann ins Geld.
  4. Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm.
  5. Zu viel Dünger, das ist Fakt, ist fürs Grundwasser beknackt.
  6. Ohne Blumen auf der Wiese geht’s der Biene richtig miese.
  7. Steh’n im Stall zu viele Kühe, macht die Gülle richtig mühe.
  8. Gibt’s nur eine Pflanzenart, wird’s fürs Rebhuhn richtig hart.
  9. Wenn alles bleibt, so wie es ist, kräht bald kein Hahn mehr auf dem Mist.
  10. Strotzt der Boden vor Nitraten, kann das Wasser arg missraten.
  11. Bleibt Ackergift den Feldern fern, sieht der Artenschutz das gern.

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