Reportage
Angriff auf Ehrenamtlichen der AfD in Berlin-Lichtenberg
Ein junger Mann hat in Berlin-Lichtenberg einen Ehrenamtlichen der AfD zu Boden gerissen und getreten. Zwar konnte die Polizei den Täter fassen. Doch für die AfD könnte es in Berlin ein brutaler Wahlkampf werden.

Am Samstagvormittag hat ein mutmaßlich linksextremer Gewalttäter in der Große-Leege-Straße in Berlin-Lichtenberg ein AfD-Team angegriffen, das dort Blumen und Infomaterial verteilte. Ein ehrenamtliches Team-Mitglied wurde verletzt. Die Polizei konnte den Täter festnehmen.
Der AfD-Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus Christian Buchholz sagte auf Facebook, dass der „junge Mann“ die Teammitglieder zunächst beschimpft und mit einem Mobiltelefon gefilmt hatte. Und weiter:
Nachdem er aufgefordert wurde, beides zu unterlassen, griff er urplötzlich eines der ehrenamtlichen Team-Mitglieder an, riss ihn brutal zu Boden, trat ihn und verletzte ihn dabei im Gesicht und an der Hand. […]
Mitschuld an dem heutigen Zwischenfall trägt auch die gerade erst in der Friedelstraße in Neukölln öffentlich zur Schau gestellte Solidarität von Linken und Grünen mit Kriminellen aus dem linksextremen Milieu. Solche Aktionen motivieren linke Gewalttäter zu immer neuen Übergriffen gegen Andersdenkende.
Die AfD verurteil dagegen jede politisch motivierte Gewalt und fordert darum Innensenator und Justiz auf, gerade jetzt vor dem bevorstehenden Bundestagswahlkampf klare Zeichen zu setzen und mit konsequentem Durchgreifen und harten Urteilen mögliche Täter abzuschrecken und weitere Übergriffe wie heute so schon im Keim zu ersticken.
Am vergangenen Wochenende hatte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz noch gesagt, dass die AfD nicht zu Deutschland gehöre und eine „NPD light“ sei. Zudem hat er das Ziel vorgegeben, die AfD aus dem neuen Bundestag herauszuhalten, indem man sie unter 5 Prozent hält.
In der aktuellen Emnid-Umfrage zur Bundestagswahl sieht es nun tatsächlich so aus, als ginge es in diese Richtung. Die Union hat ihren 15-Punkte-Vorsprung auf die SPD verteidigt. Und während die FDP im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt zulegen konnte, hat die AfD einen Punkt eingebüßt.
- CDU/CSU 39 Prozent (wie in der Vorwoche)
- SPD 24 Prozent (0)
- Die Linke 9 Prozent (0)
- Grüne 8 Prozent (0)
- FDP 8 Prozent (+1)
- AfD 7 Prozent (-1)
- Sonstige 5 Prozent (0)
Mit nur sieben Prozent liegt die AfD derzeit so schlecht wie zuletzt am 21. November 2015. Für AfD-Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland sind das schlechte Nachrichten nur knapp drei Monate vor der Bundestagswahl.
Noch im Dezember letzten Jahre kam die Alternative für Deutschland in dieser Umfrage auf 13 Prozent. Doch seitdem hat die Partei in Umfragen kontinuierlich an Stimmen eingebüßt. Emnid hat zwischen dem 22. und 24. Juni 936 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.


