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Alice Schwarzer kritisiert Islambild der Kanzlerin

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Alice Schwarzer Islambild Angela Merkel
Beim Thema Islam vertritt Alice Schwarzer eine andere Ansicht als Angela Merkel. (Screenshot: YouTube)

Nach Ansicht der Feministin Alice Schwarzer hat Angela Merkel den „politisierten Islam“ nicht begriffen. Die Debatte um die Zuwanderung nach Deutschland laufe „sehr schief“. Vor allem Frauen, Juden und Homosexuelle sollten alarmiert sein.

Alice Schwarzer Islambild Angela Merkel
Beim Thema Islam vertritt Alice Schwarzer eine andere Ansicht als Angela Merkel. (Screenshot: YouTube)

Die Feministin Alice Schwarzer hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein falsches und verharmlosendes Islambild vorgeworfen. Viele Migranten kämen aus Gesellschaften, in denen Frauen rechtlos seien.

„Kanzlerin Merkel hat die politische Dimension des politisierten Islam nicht begriffen“, sagte Schwarzer im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Bundeskanzlerin verwechsle ihn mit dem Islam als Religion.

„Der Islamismus aber ist eine Ideologie und ein politischer Missbrauch des Islam“, sagte Alice Schwarzer. Dabei gehe es nicht nur um den Terrorismus, das fange schon viel früher an. Die Debatte um die Zuwanderung nach Deutschland laufe „sehr schief“. Sie sagt:

Natürlich müssten vor allem die Frauen alarmiert sein. Und die Juden. Und die Homosexuellen. Denn die Entrechtung dieser drei Gruppen steht ja im Zentrum des fundamentalistischen Islam.

Nach Ansicht von Schwarzer ist es selbstverständlich, dass wir Deutschen Flüchtlingen aus Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten helfen. „Gleichzeitig müssen wir aber sehen, dass unter den vielen Hilfesuchenden auch einige Tunichtgute sein können.“

Und vor allem kämen viele Migranten aus Ländern, in denen Frauen „traditionell total rechtlos“ seien, wo „Gewalt gegen Frauen und Kinder ein Herrenrecht ist“. Viele der Migranten, die in Richtung Deutschland tausende Kilometer zu Fuß zurückgelegt haben, müssten nun auch im Kopf nochmal tausende Kilometer gehen.

Denn wer bei uns leben will, muss vorbehaltlos den Rechtsstaat und die Gleichberechtigung der Geschlechter akzeptieren. Wir dürfen also nicht nur fördern, sondern müssen auch fordern.

Die AfD ist nach Ansicht der Feministin ein „Macholaden“. Deren Parteichefin Frauke Petry, eine „emanzipierte Frau“, passe da eigentlich gar nicht rein. Allerdings unterstützt Schwarzer „selbstverständlich“ die Forderungen von AfD und CDU für ein Verbot der Vollverschleierung in Deutschland.

Die Burka ist ein schwerer Verstoß gegen die Menschenwürde und ein Leichentuch für Frauen. In ihren Herkunftsländern ist ihr Tragen für Frauen eine Frage auf Leben und Tod.

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Thomas Breithaupt

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