Reportage
Keine Minarette! Kein betäubungsloses Schächten!

Die Alternative für Deutschland (AfD) könnte sich bald dafür einsetzen, dass die Beschneidung kleiner Jungen in Deutschland verboten wird. Auch ein Verbot für Minarette und Muezzin-Rufe steht im Entwurf des neuen AfD-Programms, das am 30. April von einem Bundesparteitag in Stuttgart beschlossen werden soll.
Keine Beschneidung von Jungen!
Die AfD lehnt die Beschneidung von Jungen „wegen gravierender Grundrechtsverletzungen“ ab, zitiert BILD aus dem Programmentwurf. Die Beschneidung verstoße gegen die Menschenwürde und missachte die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung der betroffenen Kinder.
Keine Minarette! Keine Muezzin-Rufe!
Das Verbot von Minaretten und Muezzin-Rufen wird damit begründet, dass diese „im Widerspruch zu einem toleranten Nebeneinander der Religionen“ stünden, das „die christlichen Kirchen in der Moderne praktizieren“.
Kein betäubungsloses Schächten!
Außerdem soll laut dem bisher geheim gehaltenen AfD-Programm das „betäubungslose Schächten von Tieren“ untersagt werden. Die entsprechende Ausnahmeregelung für Muslime und Juden im Tierschutzgesetz sollen demnach entfallen.
ARD und ZDF sollen Privatsender werden
Die AfD fordert zudem die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der Gebühreneinzugszentrale GEZ. Die staatlichen Sender sollen so schnell wie möglich privatisiert werden und sich bereits „von 2018 an selbst finanzieren“.


