Reportage
Österreicher verhindern Verkauf von Halal-Fleisch bei Spar

Bürger können ihre Regierungen heute kaum noch beeinflussen. Doch wo die Demokratie versagt, zeigt der freie Markt, wie es gehen kann. Die Bürger Österreichs haben die Supermarktkette Spar dazu gebracht, den Verkauf von Halal-Fleisch bei Spar sofort wieder einzustellen. Alles, was es brauchte, war ein wenig friedlicher Protest.
Spar hat den Wünschen der Mehrheit seiner Kunden umgehend nachgegeben und das Halal-Fleisch aus dem Angebot genommen. In Wiener Spar-Filialen war das Halal-Fleisch testweise zum Verkauf angeboten worden. Daraufhin hatten sich zahlreiche Kunden beschwert. Und bei Spar ist offenbar der Kunde noch König. Für die Regierung hingegen ist der Bürger heute vor allem Untertan.
Spar will es sich aber offenbar auch mit seinen linken Kunden und mit seinen muslimischen Kunden nicht völlig verderben. Die Supermarktkette schreibt daher von „unbegründeten Vorwürfen“. So habe man etwa die Tiere vor der Schlachtung immer betäubt. Das Verfahren der Schächtung ohne Betäubung sei nicht zum Einsatz gekommen.
„Einziger Unterschied zu allen anderen Schlachtungen nach österreichischen Richtlinien war ein Gebet, das während der Schlachtung gesprochen wurde.“
Das arabische Wort „Halal“ heißt auf Deutsch „erlaubt“ oder „zulässig“. Es bezeichnet Dinge und Handlungen, die dem islamischen Recht entsprechen. Beim Fleisch heißt „Halal“, dass das Fleisch kein Blut mehr enthält. Zudem muss vor der Schlachtung ein Gebet gesprochen werden.
Spar zeigte sich „traurig und schockiert über den Tonfall der Diskussion“, gab dem Wunsch der Mehrheit der Kunden aber dennoch nach. Gegner der Massenzuwanderung aus der islamischen Welt hatten zuvor bereits dagegen protestiert, dass die Drogeriekette DM „Hilfspakete für Flüchtlinge“ verkaufte.
Spar muss jetzt natürlich damit rechnen, dass linke und muslimische Kunden den Filialen fernbleiben. Doch offenbar sind linke und muslimische Kunden in Österreich noch in der Minderheit. Spar handelt gemäß dem Willen der Mehrheit und zeigt damit, dass es zumindest beim Einkaufen noch ein bisschen Demokratie gibt.


