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In den Gefängnissen drohen Nafri-Revolten

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Immer mehr Zellen sind doppelt belegt. In den deutschen Gefängnissen drohen Nafri-Gefängnisrevolten. (Screenshot: YouTube)
Immer mehr Zellen sind doppelt belegt. In den deutschen Gefängnissen drohen Nafri-Gefängnisrevolten. (Screenshot: YouTube)

Aufgrund der Zunahme von ausländischen Straftätern sind zahlreiche deutsche Gefängnisse kritisch belegt oder überlegt. Daher warnt BSBD-Chef René Müller vor Gefängnisrevolten. Vor allem Nafris seien „hoch aggressiv“.

Immer mehr Zellen sind doppelt belegt. In den deutschen Gefängnissen drohen Nafri-Gefängnisrevolten. (Screenshot: YouTube)
Immer mehr Zellen sind doppelt belegt. In den deutschen Gefängnissen drohen Nafri-Gefängnisrevolten. (Screenshot: YouTube)

Zahlreiche deutsche Gefängnisse sind durch den Zugang ausländischer Straftäter voll ausgelastet oder bereits überbelegt. Daher warnt der Vorsitzende des Bundes der Strafvollzugsbediensteten, René Müller, nun vor Häftlingsrevolten in deutschen Gefängnissen.

„In Sachsen und Nordrhein-Westfalen ist die Lage der Gefängnisse kritisch“, sagte BSBD-Chef René Müller im Gespräch mit dem FOCUS. „Auch in Hamburg waren die JVA Billwerder und die U-Haft zeitweise auch mit über 100 Prozent belegt.“

Es drohen Nafri-Gefängnisrevolten

Vor allem nordafrikanische Straftäter, die sogenannten „Nafris“, bildeten ein „hoch aggressives und unbelehrbares Klientel“, sagt René Müller. Und weiter: „Viele gewalttätige Häftlinge, Überbelegung, Personalmangel – das sind alles Faktoren, die zu Revolten führen können.“

Um die Platznot zu mildern, könnte man Behelfsgefängnisse errichten. Doch diese Idee hält René Müller für impraktikabel. „Wer soll dort die Gefangenen betreuen? Das können nach Rechtslage nur Beamte machen.“

Schon nach dem Personalschlüssel aus dem Jahr 2015 fehlten in Deutschland 2.000 Vollzugsbedienstete. Müller fordert die Länder dazu auf, die dramatische Lage in den Justizvollzugsanstalten nicht länger zu ignorieren.

Zahl der ausländischen Häftlinge steigt

Vor kurzem hatte auch Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) gesagt, dass neun der zehn Gefängnisse in seinem Bundesland am Rande der Leistungsfähigkeit operieren. Vier sächsische Gefängnisse melden sogar eine Belegung von über 100 Prozent.

„Die Zahl der ausländischen U-Häftlinge und Strafgefangenen steigt kontinuierlich an“, sagte ein Sprecher des Dresdner Justizministeriums. Derzeit machten ausländische Insassen einen Anteil von 28 Prozent aus. Der Ausländeranteil in Sachsen betrage hingegen nur drei Prozent.

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Thomas Breithaupt

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