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Polizei weist Vorwurf zurück, Pakistaner geschlagen zu haben

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Polizei Vorwurf Pakistaner Navid B. geschlagen
Der Pakistaner Navid B. hatte den Berliner Beamten vorgeworfen, sie hätten ihn geschlagen. (Screenshot: YouTube)

Die Polizei Berlin weist den Vorwurf zurück, dass ihre Kollegen den Pakistaner Navid B. geschlagen hätten. Der Mann wurde zunächst als Tatverdächtiger des Berliner Terroranschlags festgenommen, dann aber wieder freigelassen.

Polizei Vorwurf Pakistaner Navid B. geschlagen
Der Pakistaner Navid B. hatte den Berliner Beamten vorgeworfen, sie hätten ihn geschlagen. (Screenshot: YouTube)

Der Pakistaner Navid B. hatte der Berliner Polizei im britischen Guardian vorgeworfen, ihn bei seiner Festnahme nach dem Terroranschlag an der Gedächtniskirche misshandelt zu haben. Auch die deutschen Medien hatten diesen Vorwurf offenbar für glaubwürdig erachtet.

Die Polizei Berlin sieht sich daher gezwungen, die Vorwürfe des Pakistaners entschieden zurückzuweisen. Navid B. war im Februar 2016 als Flüchtling nach Deutschland und wohnte im Flüchtlingsheim auf dem früheren Flughafen Tempelhof.

Zwar war der Pakistaner im Sommer schon im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einem sexuellen Übergriff bekannt. Doch für den Terroranschlag in Berlin war ein anderer Flüchtling verantwortlich, nämlich der Tunesier Anis Amri.

Am Freitag veröffentlichte die Polizei Berlin diese Mitteilung:

Seit dem gestrigen Abend ist die Polizei Berlin mit dem Vorwurf konfrontiert, der am 19. Dezember 2016 im Zusammenhang mit dem Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin-Tiergarten festgenommene Pakistani Navid B. sei im Gewahrsam der Polizei Berlin geschlagen und misshandelt worden.

Dieser Vorwurf ist falsch und entbehrt jeder Grundlage.

Vor dem Hintergrund der erhobenen Vorwürfe wurde Navid B. heute im Beisein eines Sprachmittlers befragt. B. äußerte sich eindeutig, dass er im Zusammenhang mit seiner Festnahme und der anschließenden Zeit im Gewahrsam nicht geschlagen, verletzt oder misshandelt worden sei.

Diese Aussagen stehen im Einklang mit den Wahrnehmungen derjenigen Polizei-Beamten, die seit dem 20. Dezember 2016 im Rahmen einer vertrauensvollen Kommunikation engen Kontakt zu Navid B. hatten und haben.

Zu keiner Zeit gab es Anhaltspunkte dafür, dass B. geschlagen oder verletzt worden ist. Er wies keine sichtbaren Verletzungen auf und es habe keine Anzeichen für ein polizeiliches Fehlverhalten gegeben. Dies bestätigte B. im Verlauf des heutigen Gespräches und betonte, dass es definitiv keinen Anlass für eine Anzeigeerstattung geben würde.

B. bestätigte auch das Interview mit einer britischen Zeitung, das in Berlin in einer Pizzeria stattgefunden habe. Als „Sprachmittler“ habe ein Bekannter des Navid B. agiert, der ebenfalls aus Pakistan stammen würde. Ein fachkompetenter Übersetzer war in der Pizzeria nicht zugegen.

Bereits seit dem Zeitpunkt seiner Entlassung aus dem Polizei-Gewahrsam am Abend des 20. Dezember 2016 hatten LKA-Fachleute sich intensiv unterstützend und helfend um Navid B. gekümmert. Unter anderem war ihm eine neue Unterkunft vermittelt worden, in der er nun als freier Mann uneingeschränkt leben kann.

Darüber hinaus wurde er eindringlich darauf hingewiesen, dass Opferschutz-Experten des LKA für ihn 24/7 erreichbar sind, sofern er sich gefährdet oder bedroht sieht.

Keinen Zweifel gibt es daran, dass Navid B. sowohl der Vernehmung nach der Festnahme als auch dem heutigen Gespräch sprachlich folgen konnte. In beiden Fällen waren kompetente Übersetzer im Einsatz; dies wurde von Navid B. auf mehrfache Nachfrage hin bestätigt.

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