Berlin Journal

Magazin · Berlin

Reportage

Schwulenverband empfiehlt: Linke oder Grüne wählen!

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

Teilen: X · E-Mail

Der LSVD warnt davor, sich durch die lesbische AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel täuschen zu lassen. Sie verfolge eine „zutiefst homophobe Politik“. (Screenshot: YouTube)
Der LSVD warnt davor, sich durch die lesbische AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel täuschen zu lassen. Sie verfolge eine „zutiefst homophobe Politik“. (Screenshot: YouTube

Im Vorfeld der Bundestagswahl hat der Lesben-und Schwulenverband (LSVD) die Pläne der Parteien untersucht und warnt nun vor der AfD. Die Partei habe mit Alice Weidel zwar eine lesbische Spitzenkandidatin, verfolge aber eine „zutiefst homophobe Politik“.

Der LSVD warnt davor, sich durch die lesbische AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel täuschen zu lassen. (Screenshot: YouTube
Der LSVD warnt davor, sich durch die lesbische AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel täuschen zu lassen. Sie verfolge eine „zutiefst homophobe Politik“. (Screenshot: YouTube)

Der Lesben-und Schwulenverband (LSVD) hat Union, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD zu ihren Positionen befragt. Nun rät sie den Wählern, sich von der lesbischen AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel „nicht täuschen zu lassen“, sondern auf die konkreten Vorhaben ihrer Partei zu schauen.

So wolle die AfD als einzige Partei bestehende Bildungs- und Aktionspläne gegen Homo- und Transphobie beenden und das Antidiskriminierungsgesetz abschaffen. Diese „zutiefst homophobe Politik“ zeige sich auch in den AfD-Antworten auf die „Wahlprüfsteine“ des LSVD.

LSVD warnt vor AfD, empfiehlt Linke oder Grüne wählen
Auswertung der „Wahlprüfsteine“ des LSVD (Quelle)

In einer Pressemitteilung des LSVD heißt es erklärend:

Grüne und Linke machen die konkretesten Vorschläge, um ein diskriminierungsfreies Lebensumfeld für alle zu schaffen. SPD und FDP zeigen ebenfalls deutlich, dass sie Homo- und Transphobie als Probleme angehen wollen.

Die CDU/CSU setzt in diesem Wahlkampf einen besonderen Schwerpunkt bei der inneren Sicherheit, allerdings nicht für alle Bürger*innen. Fehlende konkrete Maßnahmen gegen homo- und transphobe Hasskriminalität sind ein Beweis dafür, dass die Union sich auch weiterhin nicht aktiv am Kampf gegen Homo- und Transphobie beteiligen will.

Offenheit signalisiert die Union hinsichtlich einer menschenrechtsbasierten Gesetzgebung für die Anerkennung der Geschlechtsidentität sowie eines stärkeren Engagements für die Menschenrechte von Lesben, Schwule, bisexuellen, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) in der Auswärtigen Politik und Entwicklungszusammenarbeit.

Mit Abstand am schlechtesten schneidet die AfD ab. Bei fast allen „Wahlprüfsteine“ des LSVD fällt sie durch. Viele Positionen der AfD sind nach Ansicht des Lesben- und Schwulenverbands sogar gefährlich, etwa wenn es um „Vielfalt in Bildung“ oder um Menschenrechte geht.

Comments

comments

Berlin · AfD · Alice Weidel · Bildung · Bundestagswahl 2017 · Demokratie · Homophobie · Homosexualität · Lesben · LSVD · Menschenrechte · Schwule · Wahlkampf

Weiterlesen

Alle Beiträge →

Newsletter

Berlin und die Wirtschaft in einem Brief

Die wichtigsten Geschichten aus Berlin, Deutschland und der Wirtschaftswelt — kompakt im Postfach.

Jederzeit abbestellbar. Kein Spam.