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Senat darf Lehrer mit Kinderpornos nicht entlassen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Berliner Senat Lehrer Kinderpornos
Die beiden Lehrer wurden mit Kinderpornos erwischt. (Screenshot: YouTube)

Der Berliner Senat darf zwei Lehrer nicht entlassen, obwohl sie im Besitz von Kinderpornos waren. Zwar sind auf einigen der Fotos auch Missbräuche zu sehen. Es handelt sich aber laut Gericht nur um mittelschwere Fälle.

Berliner Senat Lehrer Kinderpornos
Die beiden Lehrer wurden mit Kinderpornos erwischt. (Screenshot: YouTube)

Weil zwei verbeamtete Lehrer Kinderpornos besaßen, zog der Berliner Senat vor Gericht und wollte sie entlassen. Doch die Disziplinarklagen vom Verwaltungsgericht abgeschmettert. Denn zwar sind auf einigen Fotos auch Missbräuche zu sehen. Es handle sich aber nur um mittelschwere Fälle.

Einer der Lehrer hatte mehrere Videos und über 250 Bilder von nackten kleinen Jungen. Für Kripo und Strafgericht war klar ersichtlich, dass die Geschlechtsteile in den Mittelpunkt gerückt wurden, um den Betrachter zu erregen. Doch der Beamte sollte lediglich eine Geldstrafe in Höhe von 4.500 Euro zahlen.

Kinderpornos: Kinder beim Geschlechtsverkehr

Der andere Beamte hatte sogar Fotos in seinem Besitz, auf denen Kinder beim Geschlechtsverkehr zu sehen waren. Auch gegen ihn erging lediglich ein Strafbefehl über 4.000 Euro, berichtet die B.Z. Doch warum fielen die beiden Urteile so milde aus? Und warum dürfen die Lehrer nicht entlassen werden?

Der erste Lehrer hatte nur Nacktfotos von nackten Jungen, auf denen keine Missbräuche zu sehen sind. Der zweite Lehrer hatte zwar Bilder, auf denen Missbräuche zu sehen sind. Doch es handle sich dabei nur um mittelschwere Fälle. Auch die Geldstrafe sei deshalb gering ausgefallen, so die Einschätzung der nicht öffentlichen Disziplinar-Verfahren.

Lehrer erhalten vorerst nur halbe Bezüge

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (46, SPD) will eine Entlassung der beiden Beamten erreichen. Sie werde „im Sinne des Kinderschutzes“ Berufung einlegen und notfalls bis hin zum Bundesverwaltungsgericht ziehen. Die beiden Lehrer bleiben vorerst suspendiert und erhalten nur die halben Bezüge.

Erst vor wenigen Tagen hatte es einen Pädophilie-Skandal in Berlin gegeben. Göttinger Forscher kritisierten den mangelnden Aufklärungswillen der Berliner Behörden. Sie hatten ein vom Berliner Senat finanziertes Projekt untersucht, bei dem pädophile Pflegeväter Straßenjungen betreuten – im Gegenzug für Sex.

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